CoreWeave Aktie: Wandelanleihen über 4,2 Milliarden Dollar platziert
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 06:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine skeptische Analystenstimme hat die Aktien von CoreWeave am Freitag ins Minus gedrückt. Das Papier verlor am letzten Handelstag der Woche 2,9 Prozent auf 76,95 Euro.
Zudem belasteten allgemeine Branchensorgen um die langfristige Tragfähigkeit der Investitionen in KI-Infrastruktur die Kurse im gesamten Segment.
Geteilte Meinungen unter den Analysten
Der Dämpfer am Freitag traf auf ein ohnehin nervöses Marktumfeld, in dem die Einschätzungen der Experten auseinandergehen.
Medienberichten zufolge hob das Institut sein Kursziel von 120 auf 125 $ an und begründete dies mit einer robusten Preisgestaltung sowie der zunehmenden Verlagerung des Anbieters auf kurzfristige Kontrakte.
Diese konträren Ansichten spiegeln die Debatte wider, wie nachhaltig der aktuelle Ausgabenboom der Technologiekonzerne für spezialisierte Rechenkapazitäten tatsächlich ist. Während Optimisten auf die unverändert hohe Nachfrage nach Beschleunigerkarten verweisen, fürchten Skeptiker Überkapazitäten, sobald erste große Trainingsphasen neuer Modellgenerationen abgeschlossen sind.
Milliardenschwere Finanzierung abgeschlossen
Ungeachtet der Skepsis an den Märkten treibt CoreWeave den Ausbau seiner Infrastruktur mit hohem Tempo voran. Am Dienstag vollzog das Unternehmen eine aufgestockte Privatplatzierung von vorrangigen Wandelanleihen mit einem Gesamtvolumen von 4,2 Milliarden $.
Die Papiere sind mit einem Kupon von 2,875 Prozent ausgestattet und laufen bis ins Jahr 2033. Durch die vollständige Wandlung der Schuldtitel könnten nach Unternehmensangaben bis zu 52.578.540 Aktien entstehen.
Zuvor hatte das Unternehmen am 17. September bekannt gegeben, im dritten Quartal 2026 kurzfristige Kundenverträge mit einer Laufzeit von drei bis sechs Monaten abgeschlossen zu haben. Das Preisniveau bezifferte das Management dabei auf annualisiert rund 40 Millionen $ pro Megawatt an benötigter Rechenzentrumsleistung.
Laut Reuters zogen zeitgleich auch andere Anbieter die Preise für ausgewählte Grafikprozessoren an, was auf eine nach wie vor angespannte Angebotslage bei Hochleistungs-Rechenleistung hinweist. Trotz des jüngsten Rücksetzers verzeichnet die CoreWeave-Aktie seit Jahresbeginn ein Kursplus von 20 Prozent, bleibt jedoch spürbar von früheren Höchstständen entfernt.
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