D-Wave, Quantum

D-Wave Quantum Aktie: Buchungen springen um 1.120 Prozent

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 01:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

D-Wave baut Quanten-Cybersicherheit aus, während Forschungsaufwand und ein seit Jahresbeginn gesunkener Aktienkurs belasten.

D-Wave Quantum: Konsortium, Förderung und hohe Entwicklungskosten
Abstrakte Darstellung eines Quantencomputer-Prozessors in einer futuristischen technologischen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Gemeinsam mit der Florida Atlantic University baut D-Wave Quantum ein regionales Konsortium für Quanten-Cybersicherheit auf. Das Projekt erhält Unterstützung durch einen staatlichen NIST-Zuschuss über 200.000 US-Dollar aus dem RAMPS-Programm. Auf dem Universitätscampus in Boca Raton soll künftig ein Advantage2-Annealing-System von D-Wave mit mehr als 4.400 Qubits zum Einsatz kommen.

Die Initiative gehört zu neun ausgewählten Projekten in acht US-Bundesstaaten und widmet sich dem Schutz kritischer Energieinfrastruktur vor Cyberrisiken. Dem Verbund gehören neben der Hochschule und D-Wave auch die Organisation InfraGard South Florida sowie regionale Schulbezirke an. Geplant sind praxisnahe Lehrmodule und Trainingsprogramme, um künftige Fachkräfte für den Umgang mit Quantentechnologien auszubilden.

Deutliches Buchungswachstum und staatliche Förderung

Im ersten Halbjahr verzeichnete D-Wave feste Buchungen in Höhe von 35,5 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 1.120 Prozent. Produktionsreife Anwendungen trugen dabei 37,3 Prozent zu den Erlösen im Bereich der Cloud-basierten Quantendienste bei.

Zusätzlichen Rückhalt bringen Förderzusagen aus den Vereinigten Staaten. Am 8. September traf D-Wave eine definitive Vereinbarung mit dem US-Handelsministerium über den Zugang zu bis zu 100 Millionen US-Dollar aus dem CHIPS and Science Act.

Auch auf Kundenseite weitet das Unternehmen Anwendungen aus. So meldete der Telekommunikationskonzern AT&T am 27. Juli Fortschritte bei gemeinsamen Projekten, bei denen Rechenzeiten für komplexe Netzwerkoptimierungen spürbar gesenkt werden konnten.

Hoher Entwicklungsaufwand belastet den Kurs

Parallel zur etablierten Annealing-Plattform treibt D-Wave die Entwicklung universeller Gate-Model-Systeme voran. Für einen entsprechenden Quantensimulator läuft ein Beta-Programm mit ausgewählten Institutionen wie dem Jülich Supercomputing Centre und der Großbank BBVA.

Die zugrundeliegende Dual-Rail-Architektur war am 5. August Gegenstand einer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Nature, die Fortschritte bei der Quantenfehlerkorrektur beschreibt.

Die gleichzeitige Entwicklung zweier grundlegend verschiedener Architekturen bindet allerdings erhebliche liquide Mittel. Da kurzfristig kaum mit signifikanten Erlösbeiträgen aus dem neuen Simulator gerechnet wird, birgt der hohe Forschungsaufwand finanzielle Risiken.

An den Märkten spiegelt sich diese Belastung in einer anhaltenden Kursschwäche wider. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 38 Prozent. Im heutigen Handel notiert der Titel bei 14,04 Euro. Für eine dauerhafte Trendwende wird entscheidend sein, ob die technologischen Kooperationen mittelfristig in breitere kommerzielle Aufträge münden.

Anzeige

D-Wave Quantum-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue D-Wave Quantum-Analyse vom 7. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten D-Wave Quantum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für D-Wave Quantum-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

D-Wave Quantum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | US26740W1099 | D-WAVE | boerse | 70246846 |