Darden Restaurants Aktie: 1,62-Dollar-Dividende um 8 Prozent erhöht
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 04:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-amerikanische Gastronomiekonzern Darden Restaurants setzt ein deutliches Signal für die Aktionärsrendite, während gleichzeitig mehrere hochrangige Führungskräfte Teile ihrer Aktienbestände veräußert haben. Am Montag schüttete das Unternehmen eine vierteljährliche Bardividende von 1,62 US-Dollar pro Aktie aus. Dies entspricht einer Steigerung von 8,0 % gegenüber der Ausschüttung des vorangegangenen Quartals. Anspruchsberechtigt waren Aktionäre, die zum Stichtag am 10. Juli in den Büchern standen.
Erhöhte Ausschüttung und milliardenschwere Rückkäufe
Die Anhebung der Dividende folgt auf einen soliden Abschluss des Geschäftsjahres 2026. Das Unternehmen hatte für das vierte Quartal einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 3,66 US-Dollar gemeldet und damit die Erwartungen von 3,63 US-Dollar übertroffen. Der Umsatz belief sich im selben Zeitraum auf 3,72 Milliarden US-Dollar. Parallel zur Dividendenpolitik untermauert Darden Restaurants seine Kapitalrückführungsstrategie durch ein neues Aktienrückkaufprogramm. Das Board of Directors autorisierte Ende Juni den Rückkauf eigener Anteile im Wert von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar, wobei für dieses Programm kein festes Ablaufdatum festgelegt wurde.
Im operativen Geschäft zeigt sich eine unterschiedliche Dynamik der einzelnen Marken. Medienberichten zufolge hoben Analysten zuletzt die starke Entwicklung der Kette LongHorn Steakhouse hervor. Diese verzeichnete im jüngsten Quartal ein Wachstum der vergleichbaren Restaurantumsätze von 9,5 % und trug damit wesentlich zur Diversifizierung der Erträge bei, die traditionell stark von der Marke Olive Garden abhängen.
CEO und Führungskräfte veräußern Aktienpakete
Trotz der positiven Signale für die Aktionäre verzeichnete das Unternehmen in den vergangenen Tagen signifikante Insiderverkäufe. Wie Reuters berichtet, verkaufte der Präsident und CEO von Darden Restaurants, Ricardo Cardenas, am 30. Juli insgesamt 39.134 Stammaktien. Die Transaktionen erfolgten zu Preisen zwischen 208,80 und 209,58 US-Dollar pro Aktie, was einem Gesamtwert von rund 8,18 Millionen US-Dollar entspricht. Dem Verkauf war die Ausübung von 19.091 Optionen vorausgegangen.
Auch weitere Mitglieder der Führungsebene trennten sich von Anteilen. Sarah H. King, Chief People Officer des Konzerns, veräußerte laut Unterlagen der US-Börsenaufsicht am 29. Juli 4.373 Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 210,42 US-Dollar. Am Dienstag folgte zudem Laura Williamson mit einem Verkauf von 1.110 Papieren zu einem Durchschnittspreis von 204,32 US-Dollar. Flankiert werden diese Bewegungen von einer personellen Veränderung im Management: Kevin Kalicak, bisheriger Senior Vice President of Finance für die Marke Olive Garden, wird das Unternehmen verlassen und zum 7. September die Rolle des Finanzvorstands bei Portillo's übernehmen.
Gemischtes Bild bei institutionellen Investoren
Unter den institutionellen Anlegern herrscht derzeit keine einheitliche Linie bezüglich der Darden-Aktie vor. Medienberichten zufolge hat der Vermögensverwalter Amundi seine Position im ersten Quartal 2026 deutlich um 20,6 % auf insgesamt 393.541 Aktien ausgebaut. Im Gegensatz dazu reduzierte der California State Teachers Retirement System (CalSTRS) seinen Bestand im gleichen Zeitraum um 3,6 % auf 139.335 Anteile. Auch First Trust Advisors LP verringerte Ende Juli seine Beteiligung am Gastronomieunternehmen.
An der Börse zeigte sich der Wert gestern mit einem Kursplus von 2,15 % freundlich und ging mit 180,75 Euro aus dem Handel. Durch diesen Anstieg notiert das Papier nun etwa 1,76 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Analysten hatten die Einstufung der Aktie am 23. Juli mit Verweis auf eine verbesserte Bewertung und die Resilienz des Umsatzwachstums teilweise von „Sell“ auf „Neutral“ angehoben, nachdem der Kurs seit Ende Juni um rund 10 % nachgegeben hatte.
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