DAX, Lufthansa

DAX: Lufthansa vor Rückkehr am 3. September

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 05:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der DAX schließt minimal im Minus. Lufthansa winkt die Rückkehr in den Index, während Inflations- und Zinsängste die Anleger belasten.

DAX nahezu unverändert: Lufthansa-Kandidatur und Zinssorgen prägen Handel
Ein Lufthansa-Flugzeug rollt bei Sonnenuntergang über das Rollfeld eines Flughafens. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der deutsche Leitindex hat am heutigen Montag eine Atempause eingelegt und den Handel nahezu unverändert beendet. Die Marktteilnehmer zeigten sich zurückhaltend, da anhaltende Inflationssorgen infolge des Iran-Krieges die Stimmung dämpften. Zugleich lastete die Erwartung einer restriktiven Geldpolitik im September auf dem Parkett. Der DAX schloss heute bei 26.117,88 Punkten, was einer minimalen Tagesveränderung von -0,07% entspricht.

Lufthansa greift nach DAX-Rückkehr

Während das Handelsgeschehen in der Breite eher ruhig verlief, richten sich die Blicke der Anleger bereits auf den 3. September. An diesem Tag wird die Deutsche Börse planmäßig über die Neuzusammensetzung des DAX entscheiden.

Medienberichten zufolge gilt die Lufthansa AG als aussichtsreicher Kandidat für eine Rückkehr in die erste Börsenliga. Die Fluggesellschaft liefert sich derzeit ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit den aktuellen Index-Mitgliedern Fresenius Medical Care und Qiagen.

Innerhalb des Index sorgt zudem ein Duell um die Spitzenposition für Aufmerksamkeit. Der Softwarekonzern SAP SE konnte mit einer Marktkapitalisierung von rund 217 Milliarden Euro zum Industriekonzern Siemens AG aufschließen.

Beide Unternehmen konkurrieren nun direkt um den Status als wertvollstes Schwergewicht im deutschen Leitindex. SAP profitierte zuletzt unter anderem von einer positiven Stimmung im gesamten Softwaresektor, die durch Berichte über potenzielle Übernahmen bei US-Wettbewerbern beflügelt wurde.

Zins- und Inflationssorgen bestimmen die Stimmung

Die makroökonomischen Rahmenbedingungen bleiben unterdessen herausfordernd. Marktökonomen prognostizieren für die kommende Sitzung der Europäischen Zentralbank im September eine Anhebung der Leitzinsen um 25 Basispunkte. Dies folgt auf eine Phase, in der die Notenbank bei ihrem letzten Termin keine Veränderung vorgenommen hatte.

Auch die US-Notenbank Fed diskutiert intern laut jüngst veröffentlichter Sitzungsprotokolle weiterhin über den künftigen Zinskurs, wobei ein Teil der Mitglieder trotz einer Pause für weitere Erhöhungen plädiert.

Zusätzlicher Druck kommt von der Preisfront. Wie das Statistische Bundesamt am 20. August mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise in Deutschland im Juli um 3,0 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dieser Anstieg erhöht den Druck auf die Inflationserwartungen im DAX-Umfeld deutlich.

Die Ratingagentur S&P Global Ratings wies zudem am Freitag auf die gestiegenen Ölpreise infolge des Nahost-Konflikts hin, was die allgemeinen Teuerungsrisiken für die Industrie weiter verschärft.

Trotz der aktuellen Stagnation notiert der Leitindex weiterhin in relativer Nähe zu seinen Rekordmarken. Mit dem heutigen Schlussstand beträgt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch lediglich -1,7%. Die kommenden zwei Wochen werden zeigen, ob die anstehende Index-Überprüfung und die Zinsentscheidungen der Notenbanken neue Impulse für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends liefern können.

Einzelne Konzerne wie Infineon Technologies AG schlossen derweil planmäßige Kapitalmaßnahmen ab, darunter ein kurzes Aktienrückkaufprogramm, das am Donnerstag beendet wurde.

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