DAX: Ölpreise geben Rückenwind, HelloFresh bricht ein
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 03:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der DAX startet mit Rückenwind in den letzten Handelstag der Woche. Der deutsche Leitindex legte im frühen Handel um 0,5 Prozent auf rund 25.400 Punkte zu und dürfte damit die Verluste der Vortage auf Wochensicht wieder wettmachen. Auslöser ist ein leichter Rückgang der Ölpreise, der Anlegern nach den zuletzt gestiegenen Anleiherenditen etwas Luft verschafft.
Hinter der Entspannung steckt neue Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi soll den USA laut Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorgelegt haben — innerhalb von sieben Tagen, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt werden.
Aus dem Weißen Haus hieß es dazu, man führe über Vermittler "positive und konstruktive Gespräche". Brent notiert trotz der leichten Erholung weiter auf hohem Niveau, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bleibt mit über fünf Prozent angespannt.
HelloFresh als klares Schlusslicht
Während der Gesamtmarkt zulegt, sorgt ein Einzelwert für Aufsehen. HelloFresh senkte die Jahresprognose, nachdem das vorläufige Ergebnis im dritten Quartal deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Der Kochboxenversender rechnet nun mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang von 9 bis 11 Prozent — Analysten hatten zuletzt nur ein Minus von 6,9 Prozent erwartet. Die Aktie brach um mehr als zwölf Prozent ein und markierte ein neues Rekordtief.
Auch Airbus belastet den Index. Der Flugzeugbauer kämpft mit einem Qualitätsproblem beim A321neo: An den Längsversteifungen im vorderen unteren Rumpfbereich einiger Maschinen wurden Abweichungen beim Oberflächenschutz festgestellt.
Ein Sicherheitsrisiko besteht laut Unternehmen nicht, eine Lösung sei bereits entwickelt. Die Aktie verlor dennoch rund zwei Prozent. Auf der Gewinnerseite stachen Adidas hervor, nach einem Innovationstag lobte die kanadische Bank RBC die Marktanteilsgewinne des Sportartikelherstellers.
Charttechnisch bleibt die Lage fragil. Der Index bewegt sich weiterhin in einer Handelsspanne, die gut fünf Prozent unter dem Rekordhoch von Ende August liegt. Ein Widerstands-Cluster im Bereich um 25.500 bis 25.530 Punkte entscheidet darüber, ob die Erholung Bestand hat oder erneute Gewinnmitnahmen folgen.
Die Marktstimmung bleibt laut Fear-Greed-Index mit einem Wert von 36 im vorsichtigen Bereich — ein Hinweis darauf, dass die Erholung noch auf wackeligen Beinen steht.
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