DAX, SeitwÀrtsspanne

DAX: SeitwÀrtsspanne nach unten verlassen

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 14:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Index schloss bei rund 24.940 Punkten; Rendite- und Ölpreisanstiege belasten, wĂ€hrend der US-Arbeitsmarktbericht erwartet wird.

DAX fÀllt aus der SeitwÀrtsspanne: 200-Tage-Linie im Fokus
Passanten vor einem modernen BankgebÀude in einer Finanzmetropole bei bewölktem Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Der DAX hat die SeitwĂ€rtsspanne der vergangenen Wochen nach unten verlassen. Charttechnisch rĂŒckt damit die 200-Tage-Linie in den Mittelpunkt, wĂ€hrend am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht ansteht.

Charttechnik: LĂŒcke geschlossen, Linie getestet

Der Index rutschte zuletzt unter die Zone um 25.160 Punkte und schloss dabei die offene KurslĂŒcke bei 25.099 Punkten. Im Tief ging es bis auf 24.825 Punkte, knapp unter die 200er-EMA-Linie bei 24.884 Punkten. Zum Handelsschluss lag der DAX wieder knapp darĂŒber, bei rund 24.940 Punkten.

Die kurzfristigen Durchschnitte sind nun weit entfernt. Die 10er-EMA verlĂ€uft bei 25.351 Punkten, die 50er-EMA bei 25.592 Punkten. Der RSI(5) fiel mit knapp 22 tief in den ĂŒberverkauften Bereich, was eine technische Gegenbewegung begĂŒnstigt.

Allerdings trĂ€fe eine Erholung zunĂ€chst auf Widerstand an der frĂŒheren UnterstĂŒtzung zwischen 25.100 und 25.160 Punkten. Erst die RĂŒckeroberung der 10er-EMA wĂŒrde das Bild wieder aufhellen. HĂ€lt die 200er-EMA auf Schlusskursbasis nicht, rĂŒcken der Bereich um 24.600 Punkte und die offene LĂŒcke bei 24.327 Punkten in den Blick.

Die Stimmung spiegelt das wider. Der VolatilitÀtsindex VDAX-New sprang auf 20,08 Prozent, nach knapp 18 Prozent am Vortag. Der Fear & Greed Index steht bei 31 und damit im Bereich "Angst".

Zinssorgen und Geopolitik als Treiber

Hintergrund sind globale Anleiherenditen auf mehrjÀhrigen Hochs. Die Rendite zehnjÀhriger US-Staatsanleihen erreichte zeitweise den höchsten Stand seit 2002. In Europa kam Druck aus Frankreich hinzu, wo die Rendite zehnjÀhriger Anleihen an die Marke von 5 Prozent heranreichte. Der DAX verlor am Donnerstag rund 1 Prozent, der STOXX 600 fiel auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Monaten.

ZusĂ€tzlich belasten steigende Ölpreise. Brent notiert bei gut 102 Dollar je Barrel, nachdem Sorgen vor Kraftstoffknappheit und eine militĂ€rische Aufstockung der USA im Nahen Osten die Preise getrieben hatten.

FĂŒr Freitag zeichnet sich dennoch eine stabile Eröffnung ĂŒber 25.000 Punkten ab, nachdem die Wall Street ihre frĂŒhen Verluste ausgebĂŒgelt hatte. Am Aktienmarkt fielen Heidelberg Materials mit einem Plus von rund 2 Prozent nach einer Kaufempfehlung auf. Bayer verloren am Index-Ende rund 5 Prozent.

Arbeitsmarktbericht als PrĂŒfstein

Volkswirte erwarten fĂŒr September einen Stellenzuwachs von 90.000, nach 162.000 im August. Die Arbeitslosenquote soll bei 4,1 Prozent verharren. Besonderes Augenmerk gilt den Stundenlöhnen, nachdem die ISM-Umfrage zuletzt auf wieder anziehende Inflation hindeutete. FĂ€llt der Bericht erneut robust aus, dĂŒrften die Zinssorgen weiter zunehmen.

Ein Tagesschluss unter 24.880 Punkten öffnete den Weg bis 24.330 Punkte. Gelingt dagegen ein Sprung ĂŒber 25.160 Punkte, wĂ€re der Ausbruch nach unten zunĂ€chst entschĂ€rft.

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