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Deutsche Telekom Aktie: Cash-Prognose zieht an

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 12:46 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Telekom hebt Free-Cashflow-Ziel auf 20 Mrd. Euro an und stockt Aktienrückkauf auf 5 Mrd. Euro auf. Die Aktie reagiert vorbörslich mit Kursgewinnen.

Deutsche Telekom: Höhere Cash-Prognose und Aktienrückkauf treiben Kurs
Abstrakte Darstellung moderner Glasfaser-Netzwerkinfrastruktur mit leuchtenden Datenströmen als Symbol für Telekommunikation. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Konzern, der operativ stärker wächst als erwartet, gleichzeitig aber weniger verdient als im Vorjahr — dieser Kontrast prägt die Deutsche Telekom an diesem Donnerstag. Konzernchef Tim Höttges hat die Latte für den freien Mittelzufluss höher gelegt. Der Markt honoriert das prompt: Im vorbörslichen Handel legte die Aktie zeitweise um 2,51 Prozent auf 28,14 Euro zu.

Mehr Cash, mehr operativer Schwung

Für den freien Mittelzufluss erwartet Höttges nun rund 20 Milliarden Euro, nachdem zuvor mehr als 19,8 Milliarden Euro im Ziel standen. Der Grund liegt in den USA: Die Tochtergesellschaft hatte ihre eigene Prognose zuvor leicht angehoben, was auf den Konzern durchschlägt. Beim bereinigten operativen Ergebnis bleibt die Telekom bei ihrem Ziel von rund 47,5 Milliarden Euro auf Basis konstanter Wechselkurse.

Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz um gut vier Prozent auf rund 29,9 Milliarden Euro — im Rahmen der Erwartungen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inklusive Leasingkosten kletterte um 7,5 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen der Analysten leicht.

Unter dem Strich blieb dennoch weniger hängen. Der Nettogewinn sank um rund sechs Prozent auf etwa 2,5 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür sind Integrationskosten für UScellular bei T-Mobile US — ein Effekt, der die operative Stärke des Quartals überlagert, aber nicht in Frage stellt.

Rückkaufprogramm wächst kräftig

Parallel zu den Zahlen reagiert die Telekom auf den zuletzt schwachen Aktienkurs. Das Rückkaufprogramm für das laufende Jahr wird um 3 auf 5 Milliarden Euro aufgestockt. Bislang hat der Konzern in diesem Jahr eigene Aktien für rund 1,2 Milliarden Euro erworben — mit der Aufstockung bleibt also noch deutlich mehr Volumen für die kommenden Monate.

Die Kombination aus angehobener Cashflow-Prognose und deutlich größerem Rückkaufvolumen liefert die Erklärung für die positive Kursreaktion am Morgen. Für das Gesamtjahr bleibt die Marke von 47,5 Milliarden Euro beim bereinigten operativen Ergebnis der zentrale Maßstab, an dem sich die Telekom in den kommenden Quartalen messen lassen muss.

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