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Deutsche Telekom Aktie: Goldman lobt höhere Kostensparziele

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 05:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im September kamen 255.000 Anschlüsse hinzu; Analysten bewerten höhere Kostensparziele positiv, während die tatsächliche Nutzung entscheidend bleibt.
Telekom, Aktie, Goldman, Kostensparziele, Anschlüsse, Analysten Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Telekom hat im September 255.000 neue Glasfaseranschlüsse in Betrieb genommen. Damit können insgesamt 14,4 Millionen Haushalte und Unternehmen Tarife mit bis zu 2.000 Mbit/s nutzen. Die gestern veröffentlichten Ausbauzahlen zeigen Fortschritte bei der Verfügbarkeit. Für Anleger ist dabei wichtig: Erreichbare Anschlüsse sind nicht mit gebuchten Tarifen gleichzusetzen.

Glasfasernetz wächst weiter

Der Ausbau vergrößert die Basis für die Vermarktung schneller Festnetzanschlüsse. Die Zahl der erreichbaren Haushalte beschreibt allerdings zunächst die technische Reichweite. Sie beantwortet noch nicht die Frage, wie stark Kunden das Angebot tatsächlich nutzen.

Im dritten Quartal 2026 wuchs das Glasfasernetz auf mehr als 900.000 Kilometer. Rund 500.000 Haushalte nutzen Hybridanschlüsse, die Festnetz und Mobilfunk kombinieren.

Damit stehen unterschiedliche Anschlusslösungen nebeneinander. Während die Telekom die Glasfaserverfügbarkeit erweitert, verbindet das Hybridangebot die beiden Zugangswege. Für die wirtschaftliche Bewertung des Ausbaus bleibt die Unterscheidung zwischen verfügbarer Infrastruktur und tatsächlicher Nutzung zentral.

Firmennetze ergänzen das Infrastrukturangebot

Parallel zum Ausbau entwickelt die Telekom ihr Angebot für Geschäftskunden weiter. Gemeinsam mit Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity kündigte sie gestern einen vollständig betreuten Dienst für souveräne Firmennetze an. Das Angebot soll noch 2026 starten und richtet sich an regulierte Branchen sowie mittelständische und große Unternehmen.

Die LAN- und WLAN-Technik wird in Deutschland entwickelt. Die Telekom übernimmt Betrieb und Management; das Cloud-Hosting erfolgt in deutschen Rechenzentren. Kunden erhalten ein Beobachter-Dashboard sowie festgelegte Service- und Reaktionszeiten.

Der Ansatz geht damit über die Bereitstellung eines Anschlusses hinaus. Die Telekom übernimmt auch Aufgaben beim laufenden Betrieb der Firmennetze. Für Anleger ergänzt dieser Dienst die Ausbaugeschichte um ein konkretes Angebot für Unternehmenskunden.

Analysten sehen Chancen bei der Umsetzung

Neben der Vermarktung der Infrastruktur bleibt die Kostenseite ein wichtiger Bewertungsfaktor. Goldman Sachs wertete höhere Kostensparziele positiv und sieht bei deren Umsetzung Spielraum für steigende Schätzungen.

Auch Bernstein Research hatte die operative Entwicklung positiv eingeordnet. Analyst Ulrich Rathe bezeichnete die Ergebnisse nach den damaligen Quartalszahlen als „langweilig solide“.

Ohne T-Mobile US hatten Umsatz und EBITDA die Konsensschätzungen um 1 % beziehungsweise 0,7 % übertroffen.

Die Ausbauzahlen liefern damit einen weiteren operativen Fortschrittsnachweis. Für die Bewertung zählt jedoch nicht allein die Reichweite des Netzes, sondern auch dessen Vermarktung und die Umsetzung der Kostensparziele.

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