Deutz AG Aktie: Doppelter Insiderkauf
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 18:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wenn Vorstandschef und Finanzvorstand am selben Tag eigenes Geld in die Firmenaktie stecken, ist das selten Zufall. Bei Deutz kauften CEO Sebastian Schulte und CFO Oliver Neu am Donnerstag Aktien im Gegenwert von zusammen rund 1,08 Millionen Euro zu Kursen zwischen 9,70 und 10,10 Euro. Die KÀufe fallen mit frischen Halbjahreszahlen zusammen, die den Wachstumskurs des Kölner Motorenherstellers untermauern.
Zweistelliges Wachstum, bessere Marge
Der Auftragseingang kletterte im ersten Halbjahr um 28,7 Prozent auf 1.331,3 Millionen Euro, der Umsatz stieg um 10,7 Prozent auf 1.115,3 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis legte um 43,1 Prozent auf 79,7 Millionen Euro zu, die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich von 5,5 auf 7,1 Prozent. Besonders das Engines-Segment zeigt eine Trendwende: Das bereinigte Ergebnis dort hat sich mehr als verfĂŒnffacht, wenn auch von niedrigem Niveau aus.
FĂŒr das Gesamtjahr 2026 bestĂ€tigt der Vorstand die Prognose einer Umsatzspanne von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro bei einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 6,5 und 8,0 Prozent. Mit 7,1 Prozent nach dem ersten Halbjahr zeichnet sich ab, dass Deutz eher im oberen Bereich dieser Spanne landen könnte.
Ein Schönheitsfehler bleibt die Kasse: Der freie Cashflow vor M&A-Ausgaben rutschte auf minus 29,7 Millionen Euro, nach plus 14,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Höhere VorratsbestĂ€nde und Auszahlungen aus dem Kostenprogramm Future Fit drĂŒckten den operativen Cashflow. Die Nettofinanzposition weitete sich entsprechend aus.
Analysten sehen Potenzial
Quirin Privatbank bestĂ€tigte ihre Kaufempfehlung fĂŒr die Aktie mit einem Kursziel von 14 Euro und verweist auf die mittelfristigen Ziele fĂŒr 2028: Umsatz zwischen 3,2 und 3,4 Milliarden Euro bei einer EBIT-Marge von 8 bis 9 Prozent. Der geplante Zukauf von FFG Flensburger Fahrzeugbau soll diese Ziele nach EinschĂ€tzung der Analysten sogar frĂŒher erreichbar machen, da das Defense-GeschĂ€ft dadurch zu einer eigenstĂ€ndigen SĂ€ule ausgebaut wird.
Die milliardenschwere FFG-Transaktion steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der AktionĂ€rszustimmung. Ăber die geplante Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage stimmen die AktionĂ€re auf der auĂerordentlichen Hauptversammlung am 24. August 2026 ab.
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