Deutz Aktie: Wehrtechnik wird vierte operative SĂ€ule
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 19:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Motorenhersteller Deutz treibt seine Neuausrichtung voran und etabliert den Verteidigungsbereich als vierte operative SĂ€ule neben den angestammten Sparten Energie, Motoren und NewTech.
Gleichzeitig gewinnen konkrete Wehrtechnikprojekte an Kontur: FĂŒr den unbemannten Bodenroboter Razorback des Partners Hypercraft steuert Deutz den vollstĂ€ndigen Hybridantrieb bei und prĂŒft zudem eine Endmontage des Fahrzeugs in Europa.
Unbemannte Systeme und neue Antriebe
Das unbemannte Bodenfahrzeug Razorback ist fĂŒr anspruchsvolle EinsĂ€tze konzipiert und kommt auf ein Gesamtgewicht von rund zwei Tonnen. Die Konstruktion erlaubt die Aufnahme von etwa einer Tonne Nutzlast bei einer Spitzengeschwindigkeit von knapp 100 km/h.
FĂŒr den Vortrieb sorgt ein 95 Kilowatt starker Dieselhybrid in Kombination mit einer BatteriekapazitĂ€t von 42 Kilowattstunden. Dieses System ermöglicht dem Fahrzeug eine operative Reichweite von bis zu 450 Kilometern.
Mit dem Schritt in militĂ€rische Plattformen erschlieĂt Deutz ein Wachstumsfeld abseits des angestammten IndustriegeschĂ€fts. Die Nachfrage nach geschĂŒtzten und autonom operierenden Einheiten nimmt infolge steigender Verteidigungsausgaben spĂŒrbar zu. Das verringert die AbhĂ€ngigkeit von klassischen Zyklen im Baumaschinen- und Landtechniksektor.
Ăbernahme von FFG Flensburger Fahrzeugbau
Im Zuge dieser Vereinbarung erhalten die bisherigen EigentĂŒmer von FFG einen Anteil von bis zu 29,9 Prozent an dem Kölner Unternehmen.
Durch die Integration des Fahrzeugbauers wandelt sich der Konzern schrittweise vom reinen Komponentenlieferanten zum breit aufgestellten Anbieter fĂŒr militĂ€rische Landsysteme. Die FertigungskapazitĂ€ten und die technologische Expertise der Flensburger ergĂ€nzen das bestehende Portfolio im Motorenbau unmittelbar.
Wachstumsziele und operative Entwicklung
FĂŒr das gesamte GeschĂ€ftsjahr 2026 peilt das Management einen Konzernumsatz zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro an.
Am Kapitalmarkt stieĂ die strategische Transformation bislang auf groĂes Interesse. Das Papier tendiert heute bei 12,00 Euro etwas leichter.
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