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DHL Group Aktie: Milliarden-Rückkauf wächst weiter

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 07:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

DHL Group steigert Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal deutlich und erhöht das Aktienrückkaufprogramm auf bis zu 6,5 Milliarden Euro.

DHL Group: Milliarden-Rückkauf wächst weiter – starkes Q2 2026
Abstrakte Darstellung moderner Logistikinfrastruktur und globaler Handelsströme in professionellem, hochwertigem Stil. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Wer im vergangenen Jahr noch über schwache Logistikmargen klagte, blickt heute auf ein anderes Bild. Die DHL Group hat im zweiten Quartal 2026 nicht nur beim Umsatz zugelegt, sondern die Gewinne gleich überproportional gesteigert. Der Vorstand nutzt die Gunst der Stunde und schraubt am Kapitalrückführungsprogramm.

Zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Gewinn

Der Umsatz kletterte um 13 Prozent auf 22,37 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch Zölle und handelspolitische Unsicherheit das Geschäft gebremst hatten. Das operative Ergebnis legte deutlich stärker zu: Das EBIT stieg um 30 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro, die Marge kletterte von 7,2 auf 8,3 Prozent.

Unter dem Strich blieben 1,01 Milliarden Euro Gewinn hängen, nach 815 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Gewinn je Aktie stieg von 0,72 auf 0,91 Euro. Treiber waren vor allem das Sendungsgewicht bei DHL Express, Kapazitätsengpässe im internationalen Luftfrachtmarkt sowie eine reduzierte Kostenbasis im Konzern.

Aktionäre bekommen mehr

Der Vorstand stockt das laufende, ursprünglich 2022 gestartete Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen Euro auf ein Gesamtvolumen von bis zu 6,5 Milliarden Euro auf. Die Laufzeit verlängert sich bis Ende 2027. Damit fließt ein noch größerer Teil der operativen Stärke direkt an die Aktionäre zurück.

Bereits Anfang Juli hatte der Konzern nach vorläufigen Zahlen die Jahresprognose angehoben. Für 2026 rechnet DHL Group nun mit einem Konzern-EBIT von mehr als 6,5 Milliarden Euro, zuvor waren es über 6,2 Milliarden Euro. Für die DHL-Divisionen liegt die neue Marke bei mehr als 5,9 Milliarden Euro operativem Ergebnis.

Unverändert bleiben die Prognosen für Post & Paket Deutschland mit einem EBIT von über 900 Millionen Euro sowie für den Bereich Group Functions, der weiterhin mit einem operativen Verlust von rund 400 Millionen Euro kalkuliert. Auch das Ziel eines Free Cashflows von rund 3 Milliarden Euro ohne Berücksichtigung von Übernahmen bestätigte der Konzern — im zweiten Quartal selbst stieg dieser Wert bereits auf 569 Millionen Euro nach 329 Millionen Euro im Vorjahr.

Die neue Guidance wird im Markt bereits als konservativ eingeschätzt. CEO Tobias Meyer sieht das Wachstum als Beleg dafür, dass die strategischen Maßnahmen greifen und sich Umsatzwachstum in überproportionales Ergebniswachstum übersetzen lässt.

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