Diageo Aktie: Unite weitet Streik in Cameronbridge aus
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 18:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Diageo muss sich auf weitere Streiks in seiner Cameronbridge-Brennerei einstellen. Die Gewerkschaft Unite kĂŒndigte heute eine Ausweitung des Arbeitskampfs mit mehr als 100 BeschĂ€ftigten an. Das erhöht den operativen Druck auf den Standort in Fife. Diageo erwartet allerdings keine Störungen bei der ProduktverfĂŒgbarkeit. Die Aktie legt heute um 2,9% zu â der Arbeitskonflikt verhindert damit bislang keinen Kursanstieg.
Produktion steht seit Ende September still
Wie Morning Star berichtet, wurde in Cameronbridge seit Ende September kein Whisky produziert. Der Arbeitskampf begann am 28. September. Weitere Streiks sind fĂŒr den 15., 19. und 22. Oktober geplant.
Im Mittelpunkt steht ein Streit ĂŒber den Stellenabbau. Laut Unite sind mindestens 13 ArbeitsplĂ€tze gefĂ€hrdet. Diageo plant dagegen den Abbau von bis zu 10 Stellen. Die Angaben beschreiben damit unterschiedliche EinschĂ€tzungen des Umfangs und sollten nicht als einheitliche Zahl verstanden werden.
Die Gewerkschaft stellt zugleich die Kostenorganisation am Standort infrage. Sie sieht Möglichkeiten, Ausgaben anders zu verteilen und bislang ausgelagerte Arbeiten wieder selbst erledigen zu lassen. Der Konflikt betrifft damit nicht nur die BeschÀftigtenzahl, sondern auch die Frage, wie Diageo Einsparungen erreichen kann.
Gewerkschaftsvertreter schĂ€tzen die Ăberstundenausgaben auf mehr als 1,1 Mio. Pfund. Unite beziffert mögliche Einsparungen durch die RĂŒckholung ausgelagerter Arbeiten auf 2,5 Mio. Pfund. Beide BetrĂ€ge sind EinschĂ€tzungen der Arbeitnehmerseite, keine bestĂ€tigten Einsparungen des Unternehmens.
FĂŒr Anleger ist vor allem die Unterscheidung zwischen ProduktionsausfĂ€llen und LieferfĂ€higkeit entscheidend. Der berichtete Stillstand zeigt eine konkrete Belastung am Standort. Diageos Erwartung, dass Produkte weiterhin verfĂŒgbar bleiben, begrenzt vorerst die vom Unternehmen beschriebene Tragweite. Sie bedeutet jedoch nicht, dass die Produktion störungsfrei lĂ€uft.
Cameronbridge soll zugleich modernisiert werden
Parallel zum Arbeitskonflikt plant Diageo Medienberichten zufolge ein Investitionsprogramm fĂŒr seine britische Gin-Produktion. DafĂŒr sind 150 Mio. Pfund vorgesehen.
Cameronbridge gehört neben der Tanqueray-Brennerei zu den vorgesehenen Standorten fĂŒr den Arbeitsbeginn. Die PlĂ€ne verbinden eine technische Modernisierung mit VerĂ€nderungen bei Wasseraufbereitung und Rohstoffbeschaffung. Damit steht die Brennerei gleichzeitig im Mittelpunkt eines Arbeitskampfs und einer lĂ€ngerfristigen Investitionsagenda.
Die InvestitionsplĂ€ne Ă€ndern nichts am aktuellen Produktionskonflikt. FĂŒr AktionĂ€re zĂ€hlt kurzfristig, ob Diageo seine Erwartung einer ungestörten ProduktverfĂŒgbarkeit trotz weiterer Streiks aufrechterhalten kann. Die geplante Modernisierung ist dagegen ein lĂ€ngerfristiges Vorhaben â und kein Beleg dafĂŒr, dass der Streit um ArbeitsplĂ€tze bereits gelöst wĂ€re.
Diageo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Diageo-Analyse vom 12. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Diageo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Diageo-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Diageo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
