Eckert, Ziegler

Eckert & Ziegler Aktie: Halbjahresbericht am 13. August

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 04:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die BaFin untersucht den Konzernabschluss 2024 von Eckert & Ziegler. Der Fokus liegt auf dem Buchgewinn aus der Pentixapharm-Abspaltung, während das operative Geschäft unberührt bleibt.

Eckert & Ziegler: BaFin prüft Bilanzierung nach Pentixapharm-Abspaltung
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Gestern wurde bekannt, dass die Finanzaufsicht BaFin die Bilanzierung von Eckert & Ziegler unter die Lupe nimmt. Im Zentrum der laufenden Prüfung steht der Konzernabschluss für das Jahr 2024. Die Aufseher fokussieren sich dabei insbesondere auf die korrekte Erfassung des Entkonsolidierungsgewinns, der im Zuge der Abspaltung der Tochtergesellschaft Pentixapharm angefallen ist.

Fokus auf Pentixapharm-Abspaltung

Eckert & Ziegler hatte die Einleitung der Prüfung bereits am 22. Juli offiziell bestätigt. Das Unternehmen betonte in diesem Zusammenhang, dass ein etwaiger Buchgewinn aus diesem aufgegebenen Geschäftsbereich keine Auswirkungen auf die operativen Steuerungsgrößen hat. Kennzahlen wie der Umsatz oder das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bleiben von der bilanziellen Behandlung der Transaktion unberührt. Medienberichten zufolge reagierten die Anleger bislang gelassen auf die Untersuchung, da die fundamentale Entwicklung des Kerngeschäfts nicht infrage gestellt wird.

Parallel zur behördlichen Prüfung gab es Bewegungen im Kreis der Großaktionäre. Morgan Stanley informierte am Donnerstag über eine Reduzierung seines direkten Stimmrechtsanteils. Dieser sank von zuvor 3,1 Prozent auf nun 2,89 Prozent. Dennoch bleibt das US-Finanzhaus über Finanzinstrumente weiterhin signifikant engagiert und hält eine Gesamtposition von 5,32 Prozent an dem Berliner Unternehmen.

Operative Entwicklung und Analysteneinschätzung

An der Börse spiegeln die aktuellen Kurse die Unsicherheiten des laufenden Jahres wider. Das Papier schloss am Freitag bei einem Kurs von 13,58 Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 11,01 Prozent seit Jahresbeginn. Die Marktkapitalisierung des Konzerns beläuft sich derzeit auf 865,43 Millionen Euro.

Trotz der Kursverluste und der BaFin-Prüfung zeigen sich Experten zuversichtlich. Die Analysten von NuWays bekräftigten am 23. Juli ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Zudem hatte die Hauptversammlung am 24. Juni eine Anhebung der Dividende für das Geschäftsjahr 2025 auf 0,22 Euro je Anteilsschein beschlossen, nachdem im Vorjahr 0,17 Euro ausgeschüttet worden waren.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026

Im ersten Quartal 2026 konnte das Unternehmen den Umsatz um 7 Prozent auf 72,9 Millionen Euro steigern, während das bereinigte EBIT mit 16,0 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert lag. Das Management hält dennoch an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest. Erwartet wird ein Umsatz von rund 320 Millionen Euro bei einem bereinigten EBIT von etwa 80 Millionen Euro.

Wichtige Impulse könnten Mitte des Monats folgen: Am 13. August plant Eckert & Ziegler die Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts für 2026. Kurze Zeit später, am 26. August, wird sich das Unternehmen zudem auf einer Investorenkonferenz in Hamburg präsentieren. Diese Termine dürften Anlegern weitere Klarheit über die operative Dynamik im zweiten Quartal verschaffen.

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