Act for Humanity: ErklĂ€rung zum Welttag der humanitĂ€ren Hilfe von Yasmine Sherif, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Education Cannot Wait
Published on 08/07/2025 at 18:07 | prnewswire.co.uk
Wir mĂŒssen uns fĂŒr die Menschlichkeit im Gazastreifen einsetzen, denn nach Angaben des palĂ€stinensischen Gesundheitsministeriums sind dort bereits 40.000 Menschen ums Leben gekommen â darunter mindestens 10.627 Kinder. Wir mĂŒssen fĂŒr die unschuldigen Opfer, die bei den Angriffen der Hamas getötet und als Geiseln genommen wurden, im Namen der Menschlichkeit handeln. Wir mĂŒssen fĂŒr die 270 Mitarbeitenden von Hilfsorganisationen, die nach Angaben der Vereinten Nationen bisher im Gazastreifen getötet wurden, darunter 207 UNRWA-Mitarbeitende, im Namen der Menschlichkeit handeln. Jedes menschliche Leben ist wertvoll â egal wer, wann oder wo.
Nichts kann die Tötung, VerstĂŒmmelung und EntfĂŒhrung von Zivilisten oder den Abschuss von Raketen auf zivile Ziele rechtfertigen. Nichts kann die kollektive Bestrafung des palĂ€stinensischen Volkes, einschlieĂlich der Kinder, rechtfertigen. Nichts kann die Tötung von humanitĂ€ren Helfern rechtfertigen.
Wir mĂŒssen humanitĂ€re Hilfe leisten fĂŒr die Hunderten von Millionen von Krisen betroffener MĂ€dchen und Jungen einsetzen, deren MenschenwĂŒrde und Menschenrechte â einschlieĂlich ihres Rechts auf Bildung â ihnen durch bewaffnete Konflikte, Zwangsvertreibung, Klimawandel und andere langwierige Krisen sowohl in der Ukraine als auch in vielen LĂ€ndern des globalen SĂŒdens genommen wurden. Jedes menschliche Leben macht unsere gemeinsame Menschlichkeit aus.
Insgesamt benötigen mehr als 224 Millionen von Krisen betroffene Kinder dringend eine hochwertige Bildung. Unsere Investition in ihre Bildung ist eine Investition in Frieden und StabilitÀt, eine Investition in die Menschenrechte und eine Investition in Gleichheit und wirtschaftlichen Wohlstand in der ganzen Welt.
Wir mĂŒssen uns fĂŒr die Menschen an den vordersten Frontlinien der vergessenen Krisen der Welt einsetzen, in LĂ€ndern wie der Demokratischen Republik Kongo, Haiti und Nigeria, wo Millionen von Kindern nicht zur Schule gehen können und Millionen weitere schwerwiegenden Gefahren ausgesetzt sind, darunter Kinderheirat und andere Formen der geschlechtsspezifischen Gewalt, Rekrutierung fĂŒr bewaffnete Gruppen, Tötung, VerstĂŒmmelung, EntfĂŒhrung und andere GrĂ€ueltaten.
Wir mĂŒssen uns fĂŒr die Menschlichkeit einsetzen in Afghanistan, wo einer ganzen Generation von MĂ€dchen und Frauen systematisch ihre Rechte verweigert werden, einschlieĂlich des in KĂŒrze seit drei Jahren bestehenden Verbots der Bildung fĂŒr afghanische MĂ€dchen. Wir mĂŒssen uns fĂŒr die Menschlichkeit der MĂ€dchen und Jungen einsetzen, die in Ăthiopien, im Sudan, der Ukraine und anderen bewaffneten Konflikten in Angst leben und angegriffen werden. Wir mĂŒssen uns fĂŒr das Volk und die FlĂŒchtlinge der Rohingya und andere unterdrĂŒckte Gruppen einsetzen, die tagtĂ€glich Gewalt, Diskriminierung und Hass ausgesetzt sind.
Wir mĂŒssen fĂŒr die Menschlichkeit handeln, um mehr finanzielle Mittel, einen ethisch geprĂ€gten politischen Willen und eine solide UnterstĂŒtzung fĂŒr die Vereinten Nationen und andere Organisationen zu mobilisieren, die weiterhin lebensrettende humanitĂ€re Hilfe in der ganzen Welt leisten.
2023 war das Jahr mit den meisten Toten in den Reihen humanitĂ€rer Helfer. Doch 2024 könnte es noch schlimmer kommen: In diesem Jahr wurden laut der Aid Worker Security Database bereits 333 Mitarbeitende von Hilfsorganisationen getötet, entfĂŒhrt oder verwundet.
Diese Tatsachen legen eine schockierende Wahrheit offen: Die Welt lĂ€sst sowohl die humanitĂ€ren Helferinnen und Helfer als auch die Menschen, denen sie dienen, im Stich. Deshalb mĂŒssen wir fĂŒr die Menschheit und die Menschlichkeit handeln. Jetzt.
Zu Ehren aller Menschen, die unter Unmenschlichkeit leiden â unabhĂ€ngig von Ethnie, Religion, politischer Gesinnung oder Geschlecht â schlieĂe ich an diesem Welttag der humanitĂ€ren Hilfe mit den ewigen und universellen Wahrheiten, die einst von Martin Luther King Jr ausgesprochen wurden:
âJeder Mensch muss sich irgendwann entscheiden, ob er im Licht des schöpferischen Altruismus oder in der Dunkelheit des zerstörerischen Egoismus wandeln will... Ein Individuum hat erst dann zu leben begonnen, wenn es sich ĂŒber die engen Horizonte seiner besonderen individualistischen Belange zu den umfassenderen Belangen der gesamten Menschheit erheben kann."

Foto -Â https://mma.prnewswire.com/media/2484054/Huma.jpg
Logo - https://mma.prnewswire.com/media/1656121/Education_Cannot_Wait_Logo.jpgÂ
View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/act-for-humanity-erklarung-zum-welttag-der-humanitaren-hilfe-von-yasmine-sherif-geschaftsfuhrerin-von-education-cannot-wait-302224779.html
