Eiffage, Aktie

Eiffage Aktie: Eiffage Métal wÀchst um 46,7 Prozent

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 05:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eiffage erhöht den Umsatz im ersten Halbjahr und baut den Auftragsbestand aus, wÀhrend hohe Kraftstoffpreise das AutobahngeschÀft bremsen.

Fotorealistische Baustelle einer AutobahnbrĂŒcke mit KrĂ€nen und Bauarbeitern in Frankreich
Fotorealistische BrĂŒckenbaustelle zeigt Kernkompetenz von Eiffage S.A., dem Baukonzern mit ISIN FR0000130452, im Infrastrukturbau Illustration mit AI erstellt.

Der französische Bau- und Konzessionskonzern Eiffage blickt auf ein wachstumsstarkes erstes Halbjahr 2026 zurĂŒck. WĂ€hrend das Unternehmen von einer regen Nachfrage im Contracting-Bereich profitierte und einen neuen Höchststand bei den AuftragsbestĂ€nden verzeichnete, zeigten sich in der Sparte der Autobahnkonzessionen erste Bremsspuren durch die hohen Kraftstoffpreise.

Rekord-Auftragsbestand stĂŒtzt das Contracting

In den ersten sechs Monaten des laufenden GeschĂ€ftsjahres konnte Eiffage den konsolidierten Umsatz um 2,3 Prozent auf 12,20 Milliarden Euro steigern. Auf vergleichbarer Basis entsprach dies einem Zuwachs von 1,1 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum.

Besonders dynamisch entwickelte sich das Contracting-GeschÀft, in dem der Umsatz im zweiten Quartal um 4,8 Prozent zulegte. Zum 30. Juni summierte sich der Auftragsbestand in diesem Segment auf 31,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem Zuwachs von 6 Prozent seit Beginn des Jahres 2026.

Innerhalb der Sparten ragte insbesondere Eiffage MĂ©tal heraus. Der Bereich profitierte massiv von großen Offshore-Windprojekten und verzeichnete ein Umsatzplus von 46,7 Prozent.

Im Gegensatz dazu war die Sparte Eiffage Route von den französischen Kommunalwahlen im MĂ€rz 2026 betroffen, was zu einem UmsatzrĂŒckgang von 4,2 Prozent fĂŒhrte. Stabil prĂ€sentierte sich die Infrastruktur-Sparte mit einem Umsatz von 4,23 Milliarden Euro, wobei das InlandsgeschĂ€ft in Frankreich leicht um 0,5 Prozent zulegte.

Herausforderungen im AutobahngeschÀft

Trotz der positiven Dynamik im Bausektor sieht sich Eiffage in der Sparte Konzessionen mit Gegenwind konfrontiert. Das Unternehmen passte seine Prognose fĂŒr diesen Bereich an und erwartet nun fĂŒr das Gesamtjahr Erlöse sowie ein operatives Ergebnis, die leicht unter dem Niveau von 2025 liegen könnten. Als Grund hierfĂŒr nennt der Konzern einen anhaltenden RĂŒckgang des Autobahnverkehrs, der primĂ€r auf die hohen Kraftstoffpreise zurĂŒckzufĂŒhren ist.

FĂŒr den Gesamtkonzern bleibt die FĂŒhrung jedoch optimistisch. Das Board bestĂ€tigte am 26. August den Ausblick fĂŒr das Gesamtjahr 2026. Demnach wird weiterhin ein Umsatzwachstum erwartet, wenn auch in geringerem Maße als im Vorjahr.

Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit einer weiteren Verbesserung des operativen Ergebnisses aus der gewöhnlichen GeschÀftstÀtigkeit sowie des auf die Anteilseigner entfallenden Nettoergebnisses. WÀhrend die Konzessionen schwÀcheln, sollen die Sparten Infrastruktur und Bau nun einen leichten Zuwachs zeigen, nachdem zuvor lediglich eine Entwicklung auf Vorjahresniveau prognostiziert worden war.

Strategische Beteiligungen und Kapitalstruktur

Eiffage nutzte den im ersten Halbjahr generierten freien Cashflow gezielt fĂŒr strategische Investitionen und den Schuldenabbau. So erhöhte der Konzern seine Beteiligung an dem Kanaltunnelbetreiber Getlink in zwei Schritten um insgesamt 8,85 Prozent. Zudem wurden ZukĂ€ufe im Bereich der Energiedienstleistungen in Deutschland getĂ€tigt. Die Akquisitionsausgaben beliefen sich im ersten Halbjahr auf insgesamt 204 Millionen Euro.

Die Nettoverschuldung ohne BerĂŒcksichtigung von Leasingverpflichtungen nach IFRS 16 sank innerhalb von zwölf Monaten um 0,5 Milliarden Euro auf 9,4 Milliarden Euro zum 30. Juni. In der Holding sowie in den Contracting-Sparten verfĂŒgt das Unternehmen ĂŒber eine positive Nettocash-Position von mehr als 0,5 Milliarden Euro.

An der Börse spiegelte sich die operative StabilitĂ€t zuletzt nicht wider. Der Schlusskurs lag am gestrigen Montag bei 109,20 Euro, womit die Aktie seit Jahresanfang einen RĂŒckgang von 10 Prozent verzeichnete.

Mit einem Relative-StĂ€rke-Index (RSI) von 26,6 bewegt sich das Papier derzeit in einem Bereich, der von Marktteilnehmern hĂ€ufig als technisch ĂŒberverkauft eingestuft wird. Neben den Halbjahreszahlen gab das Unternehmen zudem VerĂ€nderungen im Board bekannt: Die unabhĂ€ngige Direktorin Odile Georges-Picot legte ihr Mandat am 27. August aus familiĂ€ren GrĂŒnden nieder.

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