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EPH Group Aktie: Neue Anleihe, mehr Zeit

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 10:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

EPH Group verschiebt Kapitalerhöhung erneut auf November und kündigt neue Anleihe über 50 Mio. Euro an. Bestandsgläubiger erhalten Umtauschangebot.

EPH Group: Anleihe-Plan und verlängerte Kapitalerhöhung bis November
Moderne Büro-Umgebung mit Finanz-Charts auf einem Tablet und einem Füllfederhalter auf einem Schreibtisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die EPH Group AG dreht gleich an zwei Stellschrauben zugleich. Der Wiener Tourismus-Investor verlängert die Frist für seine laufende Kapitalerhöhung erneut und kündigt parallel eine neue besicherte Unternehmensanleihe an. Zwei Kapitalmaßnahmen, ein gemeinsamer Nenner: Das Unternehmen braucht Zeit und frisches Geld, um seine Wachstumspläne im Tourismussektor zu finanzieren.

Kapitalerhöhung bekommt vierten Anlauf

Die laufende Kapitalerhöhung läuft nun schon seit April. Bestehende Aktionäre konnten ihre Bezugsrechte zunächst bis 20. Mai 2026 ausüben, danach öffnete sich das Angebot für Interessenten in Österreich und Deutschland. Ursprünglich sollte die Frist Ende Juni auslaufen, wurde dann auf Ende Juli verschoben – jetzt gilt der 30. November 2026 als neuer Stichtag.

Der Vorstand begründet den Schritt mit dem schwierigen Marktumfeld und der aus seiner Sicht fundamental nicht gerechtfertigten Kursentwicklung der EPH-Aktie. Vor allem aber sollen laufende Gespräche mit potenziellen Investoren zu Ende gebracht werden. Die Kapitalerhöhung sieht die Ausgabe von bis zu 142.858 neuen Aktien vor, das Grundkapital soll dadurch von einer Million auf bis zu 1.142.858 Euro steigen.

Dritte Anleihe im Anmarsch

Parallel zur Kapitalerhöhung plant EPH eine weitere besicherte Tourismus-Unternehmensanleihe mit einem Zielvolumen von bis zu 50 Millionen Euro. Die Schuldverschreibungen 2026/2033 sollen – wie schon die Anleihe 2025/2032 – durch verpfändete Anteile an Tochter- und Beteiligungsgesellschaften abgesichert werden.

Besonders bemerkenswert: Gläubigern der beiden bestehenden Anleihen 2025/2032 und 2023/2030 will das Unternehmen ein Umtauschangebot im Verhältnis 1:1 unterbreiten. Damit könnten bestehende Anleihegläubiger in das neue Papier wechseln, statt eine Rückzahlung abzuwarten. Details zur Ausgestaltung stehen noch aus, der Start von Zeichnungs- und Umtauschfrist ist für Ende September 2026 geplant – vorbehaltlich der Prospektbilligung durch die zuständige Aufsichtsbehörde.

Für Anleger, die bereits in die Vorgängeranleihen investiert sind, entscheidet sich in den kommenden Wochen, wie attraktiv das Umtauschangebot konkret ausfällt. Bis dahin bleibt die Kapitalerhöhung bis zum 30. November 2026 geöffnet – mit offenem Ausgang der angekündigten Investorengespräche.

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