Equinor Aktie: Nahost-Lieferausfälle treiben Quartalsgewinn
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 17:17 Uhr | Redaktion boerse-global.deEquinor hat heute den Ausblick für das Wachstum seiner Öl- und Gasproduktion im Jahr 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun rund 4% statt bislang 3%. Zugleich legte Equinor Quartalszahlen vor und kündigte die letzte Aktienrückkauftranche des Jahres an.
Für das dritte Quartal 2026 meldete Equinor ein bereinigtes operatives Ergebnis von 12,35 Milliarden USD. Der Nettogewinn erreichte 2,54 Milliarden USD.
Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,20 USD. Reuters führte den Gewinnanstieg auf höhere Öl- und Gaspreise infolge von Lieferunterbrechungen im Nahen Osten zurück. Nach Angaben der Nachrichtenagentur übertraf das bereinigte Vorsteuerergebnis die Analystenerwartungen.
Rückkäufe und Dividende beschlossen
Die vierte und letzte Rückkauftranche für 2026 umfasst nach Unternehmensangaben bis zu 1.125 Millionen USD. Davon sind bis zu 371,3 Millionen USD für Käufe am Markt vorgesehen.
Die Tranche startet am 29. Oktober 2026 und soll spätestens am 1. Februar 2027 enden. Damit hat Equinor den zeitlichen Rahmen für den Abschluss des angekündigten Programms festgelegt.
Zusätzlich genehmigte das Unternehmen für das dritte Quartal 2026 eine Bardividende von 0,39 USD je Aktie. Als Auszahlungstag nannte Equinor den 26. Februar 2027.
Kooperation soll Lagerstätten wirtschaftlicher machen
Am Montag vereinbarten Equinor und Aker BP außerdem eine strategische Zusammenarbeit für schwer erschließbare Lagerstätten auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Die Partner setzen auf gemeinsame Technologieentwicklung, Standardisierung und Wissensaustausch.
Nach Angaben von Aker BP sollen größere Skaleneffekte eine wirtschaftlichere Erschließung und eine höhere Ausbeute ermöglichen.
Beim Projekt Wisting vergaben Equinor und die Lizenzpartner am 22. Oktober einen Planungsauftrag an Aibel für die Aufbauten des Produktionsschiffs. Über die Konzeptauswahl und weitere Schritte wollen die Partner gegen Ende 2026 entscheiden; die Investitionsentscheidung ist für Ende 2027 geplant.
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