Equinor Aktie: Opedal warnt vor Rückschlag für Adura
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 14:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Deutliche Worte aus der Chefetage von Equinor zur Zukunft britischer Offshore-Projekte: Ein Ausbleiben der Genehmigungen für die Vorhaben Rosebank oder Jackdaw wäre ein schwerer Rückschlag für das Gemeinschaftsunternehmen Adura. Dies erklärte Equinor-CEO Anders Opedal heute.
Sollten die Projekte nicht genehmigt werden, könnte dies Investoren dazu bringen, die grundsätzliche Investierbarkeit Großbritanniens infrage zu stellen, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet.
Adura ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Equinor und Shell. Vor allem das Rosebank-Feld zählt zu den größten unerschlossenen Öl- und Gasvorkommen in britischen Gewässern. Politische Debatten und rechtliche Auseinandersetzungen rund um Umweltauflagen hatten das Projekt zuletzt immer wieder belastet.
An den Finanzmärkten bewegt sich die Aktie unterdessen in ruhigen Bahnen. Im heutigen Handel verzeichnete das Papier ein leichtes Minus von 0,3 Prozent auf 37,53 Euro. Trotz der politischen Unsicherheiten in Großbritannien blickt der Titel auf ein starkes Börsenjahr zurück: Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 88 Prozent.
Portfolio-Umbau in Nordamerika
Abseits der Entwicklungen in der Nordsee treibt der norwegische Energiekonzern die Neuausrichtung seiner internationalen Aktivitäten voran. Am Freitag verständigte sich Equinor auf den Verkauf seiner gesamten Bakken-Flächen in den US-Bundesstaaten North Dakota und Montana. Käufer der Schieferöl-Vermögenswerte ist Grayson Mill Energy, der Kaufpreis liegt bei rund $900 Millionen.
Gleichzeitig sah sich Equinor am Heimatmarkt mit regulatorischen Auflagen konfrontiert. Die norwegische Sicherheitsbehörde Havtil erließ am Freitag eine Anordnung im Zusammenhang mit Vorfällen durch Stromschläge auf der Plattform Oseberg A. Die behördliche Untersuchung hatte Mängel beim Risikomanagement, bei der Kontrolle von Zündquellen sowie bei der Arbeitsplanung an Hochspannungsanlagen festgestellt. Für den Konzern bedeutet dies zusätzlichen Handlungsbedarf bei den internen Betriebsabläufen auf dem norwegischen Kontinentalschelf.
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