Equinor Aktie: Rückkaufziel auf 3 Milliarden Dollar verdoppelt
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 05:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am Freitag wurde die Aktie von Equinor an der New York Stock Exchange ex Dividende gehandelt. Damit vollzog der Anteilsschein den Dividendenabschlag für das erste Quartal 2026, nachdem der Ex-Tag an der Börse in Oslo bereits am vergangenen Donnerstag stattgefunden hatte.
Aktionäre erhalten für diesen Zeitraum eine Barauszahlung in Höhe von 0,39 US-Dollar je Aktie. Im deutschen Handel schloss das Papier am Freitag bei 35,17 € und verbuchte damit ein Tagesplus von 0,7 %.
Kontinuierliche Kapitalrückführung und Rückkäufe
Neben der regulären Quartalsdividende setzt der norwegische Energiekonzern seine Strategie der Kapitalrückführung durch umfangreiche Aktienrückkäufe fort. Wie das Unternehmen am vergangenen Dienstag mitteilte, wurden allein im Zeitraum zwischen dem 3. und 7. August insgesamt 729.372 eigene Aktien erworben. Der durchschnittliche Kaufpreis für diese Transaktionen lag bei 376,1263 Norwegischen Kronen.
Diese Maßnahmen sind Teil der dritten Rückkauf-Tranche für das laufende Jahr, in deren Rahmen bislang 1.609.372 Papiere zurückerworben wurden. Insgesamt zielt das Unternehmen darauf ab, sein Rückkaufziel für das Gesamtjahr 2026 deutlich zu steigern.
In einem Bericht vor rund vier Wochen wurde das ursprüngliche Ziel von 1,5 Milliarden US-Dollar auf 3 Milliarden US-Dollar verdoppelt, was die robuste Cashflow-Generierung unterstreicht. Seit Jahresbeginn konnte der Aktienkurs bereits um 76 % zulegen.
Ausbau der digitalen Infrastruktur und Service-Verträge
Operativ fokussiert sich Equinor auf die Effizienzsteigerung seiner bestehenden Anlagen auf dem norwegischen Kontinentalschelf. Am vergangenen Donnerstag gab das Unternehmen den Abschluss eines Dreijahresvertrags mit dem Dienstleister Wood bekannt.
Die Kooperation umfasst sogenannte Lifecycle Information Services (LCI) für fast 100 Anlagen, darunter sowohl Offshore-Installationen als auch Onshore-Anlagen. Dabei kommt ein neues digitales System für das Arbeitsmanagement zum Einsatz, das die Datenverwaltung über den gesamten Lebenszyklus der Infrastruktur hinweg optimieren soll.
Ergänzt wird diese technologische Offensive durch eine mehrjährige Vereinbarung mit dem Ölfelddienstleister SLB, die am 6. August unterzeichnet wurde.
Diese Partnerschaft sieht fortschrittliche Dienstleistungen zur Reservoir-Stimulation vor. In diesem Zusammenhang wird das Spezialschiff "MV Island Captain" umfassend modernisiert, um eine Kapazität von zwei Millionen Pfund Stützmittel (Proppant) zu erreichen.
Während der Konzern technologisch aufrüstet, bleibt er jedoch im Fokus öffentlicher Debatten: Das Aberdeen Science Centre verlängerte am vergangenen Donnerstag seine Sponsoring-Vereinbarung mit Equinor, ungeachtet der Kritik von Umweltaktivisten an den Förderprojekten Jackdaw und Rosebank in der Nordsee.
Analystenstimmen und kommende Geschäftszahlen
Die Expertenbewertungen für den Energieriesen fielen zuletzt gemischt aus. Am 8. August stufte das Analysehaus Wall Street Zen die Aktie von „Buy“ auf „Strong-Buy“ hoch. Bereits zwei Tage zuvor erhöhte AlphaValue/Baader Europe seine EBITDA-Wachstumsschätzung für den Konzern und begründete dies mit einem Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen.
Im Gegensatz dazu reduzierte die Erste Group Bank am 5. August ihre Prognose für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2026 geringfügig auf 5,11 US-Dollar.
Anleger richten ihren Blick nun auf den Herbst. Die Veröffentlichung der nächsten detaillierten Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2026 wird für den 28. Oktober erwartet. Dann wird sich zeigen, inwieweit die gestiegenen Rohstoffpreise die leicht verfehlten Konsensschätzungen des zweiten Quartals kompensieren können. In diesem hatte Equinor einen bereinigten operativen Gewinn von 11,48 Milliarden US-Dollar ausgewiesen.
Equinor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Equinor-Analyse vom 17. August liefert die Antwort:
Die neusten Equinor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Equinor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Equinor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
