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Europe Stoxx 600: Eurostat legt InflationsschÀtzung vor

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 05:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Höhere Inflation und Anleiherenditen drĂŒckten die Kurse, wĂ€hrend Industrieindikator und Gewinnprognosen Zuversicht signalisierten.

Europas AktienmÀrkte starten schwach in den Oktober: ZinsÀngste belasten
Ein verschwommener Blick auf eine moderne europÀische Börse mit Finanzdaten auf Monitoren. Illustration mit AI erstellt.

Europas AktienmĂ€rkte sind mit deutlichen Verlusten in den Oktober gestartet. Der Leitindex Europe Stoxx 600 gab am Donnerstag um 1,2 Prozent auf 627,32 Punkte nach. Steigende Renditen bei Staatsanleihen und neue Inflationssorgen dĂ€mpften die Risikobereitschaft der Anleger spĂŒrbar.

Vor allem Finanztitel gerieten gestern ins Trudeln. Papiere von HSBC und Barclays verbuchten spĂŒrbare Kursverluste, da die Renditen von Staatsanleihen auf Mehrjahreshochs kletterten. Dies schĂŒrt an den MĂ€rkten die Furcht vor einer anhaltend straffen Geldpolitik.

Teuerungsschub schĂŒrt Zinsfurcht

Die jĂŒngsten Preisdaten aus den großen Volkswirtschaften stĂŒtzen diese BefĂŒrchtungen. In Deutschland stieg die harmonisierte Teuerungsrate im September auf 3,3 Prozent. In Italien lag der Wert bei 4,1 Prozent, wĂ€hrend die spanische Statistikbehörde INE eine Rate von 5,0 Prozent meldete. Vor allem der Anstieg der Energiekosten infolge des Nahost-Konflikts trieb die Teuerung nach oben.

Heute richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer auf Eurostat. Die europĂ€ische Statistikbehörde veröffentlicht die vorlĂ€ufige SchĂ€tzung fĂŒr den gesamten Euroraum. Zeichnet sich hier ein breit angelegter Preisanstieg ab, könnte dies den Spielraum fĂŒr baldige Zinssenkungen der EuropĂ€ischen Zentralbank weiter einschrĂ€nken.

Industrie behauptet sich im Gegenwind

Gleichzeitig sendet die Realwirtschaft Signale der Widerstandskraft. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global fĂŒr das verarbeitende Gewerbe im Euroraum stieg im September auf 52,9 ZĂ€hler. Dies markiert den höchsten Stand seit Mai 2022. Die Nachfrage nach InvestitionsgĂŒtern fĂŒr kĂŒnstliche Intelligenz und RĂŒstung stĂŒtzte die FabrikaktivitĂ€t trotz des anhaltenden Energiekostendrucks.

Zuversicht bei den Unternehmensgewinnen

Trotz der aktuellen Belastungen sehen Marktstrategen mittelfristig AufwĂ€rtspotenzial fĂŒr die europĂ€ischen Standardwerte. Die Analysten prognostizieren fĂŒr europĂ€ische Konzerne im Gesamtjahr 2026 ein Gewinnwachstum von 15,6 Prozent und verwiesen auf ein verbessertes Wirtschaftsklima.

Ob der Index den Anschluss an die JahreshöchststĂ€nde wiederfindet, dĂŒrfte kurzfristig vor allem vom weiteren Verlauf der Teuerung abhĂ€ngen.

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