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Evolution Metals Aktie: Drohnenmagnete für die US-Armee

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 01:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Evolution Metals hat Interesse an einem Armeeprojekt bekundet und baut zugleich die Magnetfertigung in Südkorea aus.
Hochtechnologische Metallkomponenten in einer industriellen Fertigungsumgebung mit kinematischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Armee sucht Magnete für kleine Drohnenmotoren, und Evolution Metals & Technologies will liefern. Das Unternehmen hat eine Interessenbekundung eingereicht und verweist auf ein Produkt, das in Südkorea bereits kommerziell läuft. Ein Auftrag ist damit noch lange nicht sicher.

Was die Armee verlangt

Die Armee führt eine Marktabfrage durch. Gesucht werden bogenförmige Neodym-Eisen-Bor-Magnete in den Güten N52SH oder N42SH. Evolution fertigt N42SH im südkoreanischen Pohang, dort hat die Güte die Kundenqualifizierung durchlaufen.

Insgesamt kann das Unternehmen acht gesinterte Magnetgüten herstellen. Sieben davon befinden sich nach eigenen Angaben auf dem Weg in die kommerzielle Produktion. Vorgeschlagen hat Evolution einen gestuften Qualifizierungsweg sowie lückenlose Herkunftsnachweise je Produktionslos, vom Bergbau bis zum fertigen Magneten.

Das passt zum Zeitplan: Ab dem 1. Januar 2027 verschärft sich die US-Beschaffungsklausel DFARS 252.225-7052 für Magnete in der gesamten Lieferkette. Betroffen sind unter anderem China, Russland, Nordkorea und der Iran. China kommt laut Internationaler Energieagentur auf rund 94 Prozent der weltweiten Produktion gesinterter Dauermagnete.

Zehnfache Kapazität in Pohang

Parallel baut Evolution sein Werk aus. Alle 57 Container mit Produktionsanlagen des Herstellers ULVAC sind in Pohang eingetroffen. Die Inbetriebnahme soll im November beginnen, laut Management laufen Montage und erste Arbeiten bereits.

Die Jahreskapazität soll von rund 1.000 auf rund 10.000 Tonnen steigen, davon etwa 6.000 Tonnen Hochleistungsmagnete. Das Unternehmen betont, die Anlagen binnen Monaten erhalten zu haben, während die Branche meist zwei Jahre Vorlauf einplane. Dazu kommt ein Investitionsrahmen mit der Stadt Pohang. Erwartet werden rund 28 Millionen Dollar an lokalen Fördermitteln, allerdings unter Bedingungen.

Die Finanzierung stützt sich unter anderem auf eine Wandelanleihe-Fazilität von bis zu 100 Millionen Dollar mit Yorkville Advisors.

Politische Rückendeckung, offene Risiken

Im Management und im Verwaltungsrat sitzen Personen mit Verteidigungserfahrung, darunter Präsident Andrew Knaggs, der frühere Vizestaatssekretär im Pentagon. Auch Ex-Verteidigungsminister Chris Miller und General a. D. Tom Bussiere gehören dem Gremium an.

Die Risiken bleiben greifbar. Die Armee muss keine Ausschreibung veröffentlichen, Tests und Herkunftsprüfungen stehen aus, und die Inbetriebnahme kann sich verzögern. Hinzu kommt Chinas Exportkontrollen-Aussetzung, die laut Ankündigung bis zum 10. November 2026 gilt.

Der nächste feste Termin steht im Dezember: Am 17. Dezember will Evolution in Pohang eine Eröffnungsfeier samt Werksbesichtigung abhalten. Mehr als 200 Teilnehmer aus Politik, Kundschaft und Finanzwelt haben nach Unternehmensangaben zugesagt.

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