Fincantieri Aktie: Kiellegung für zweites U212NFS
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 05:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Analystenlob und Fortschritte im U-Boot-Bau
Die Bank of America sieht neue Chancen für Fincantieri. Am 1. Oktober hat das Analysehaus die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung aufgenommen und das Kursziel auf 17 Euro festgesetzt. Zur Begründung verwiesen die Analysten auf das Wachstumspotenzial, das sich für den Schiffbauer im Unterwassergeschäft bietet.
Die Einstufung fällt zeitlich mit Fortschritten bei den militärischen Programmen des Konzerns zusammen. Fincantieri bedient in diesem Bereich Aufträge für die Landesverteidigung und treibt seine Vorhaben im Marinesegment voran.
Operativ verzeichnete das Unternehmen am 1. Oktober einen zentralen Meilenstein auf der Werft in Muggiano. Dort legte Fincantieri den Kiel für das zweite U212NFS-U-Boot der italienischen Marine. Der Zeitplan sieht eine Auslieferung an die Streitkräfte im Jahr 2030 vor. Der Neubau führt die Modernisierung der nationalen U-Boot-Flotte fort.
Internationale Kooperation und Werftausbau in Monfalcone
Auch auf internationaler Ebene lotet das Unternehmen neue Kooperationen für Marineschiffe aus. Am 28. September unterzeichneten Fincantieri und das indonesische Schiffbauunternehmen PT PAL Indonesia eine gemeinsame Absichtserklärung. Die Vereinbarung soll die Zusammenarbeit bei der Modernisierung des indonesischen Schiffs KRI Sriwijaya definieren, der früheren Giuseppe Garibaldi. Das Memorandum legt dafür die Leitplanken fest, stellt jedoch noch keinen formellen Modernisierungsvertrag dar.
Zusätzlich rüstete Fincantieri seine Fertigungsinfrastruktur an Land auf. Auf der Werft in Monfalcone installierte das Unternehmen zwei Goliath-Kräne mit einer Tragfähigkeit von jeweils 800 Tonnen. Im gemeinsamen Tandembetrieb können diese Anlagen Lasten von bis zu 1.600 Tonnen heben. Die Maßnahme erweitert die Werftkapazitäten für Schiffe mit mehr als 200.000 Bruttoraumzahlen.
Tödlicher Vorfall auf Werft in Ancona
Die industriellen Entwicklungen werden jedoch von einem schweren Betriebsunfall überschattet. Laut Reuters kam es am 30. September auf der Werft in Ancona während Schweißarbeiten zu einem Brand. Ein Mitarbeiter eines Subunternehmens kam dabei ums Leben, ein weiterer Arbeiter erlitt schwere Verletzungen. Die Ursache des Feuers war Gegenstand laufender Untersuchungen.
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