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First Majestic Silver Aktie: 2.604 g/ t Silber aus San Dimas

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 19:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

First Majestic Silver verliert wegen Zinsängsten und sinkender Silberpreise, während Bohrungen und Quartalszahlen operative Stärke zeigen.

First Majestic Silver unter Druck trotz starker Bohrergebnisse
Nahaufnahme von schimmerndem Silbererz auf dunklem, geologischem Untergrund als Symbol für Edelmetallbergbau. Illustration mit AI erstellt.

Die Aussicht auf eine unmittelbar bevorstehende Straffung der US-Geldpolitik und ein deutlicher Rückgang der Edelmetallpreise belasten zum Wochenauftakt die Aktie von First Majestic Silver.

Am heutigen Montag verliert das Papier 2,5 % an Wert und notiert bei 16,45 Euro. Damit reagiert der Markt auf eine Kombination aus geopolitischen Spannungen am Energiemarkt und Inflationsdaten, welche die Erwartungshaltung für die kommende Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve massiv verschoben haben.

Zinsängste überschatten operative Fortschritte

Der Hauptbelastungsfaktor für den Silbersektor liegt derzeit im makroökonomischen Umfeld. Medienberichten zufolge haben ein Anstieg der Rohölpreise auf über 105 US-Dollar pro Barrel sowie die Unterbrechung einer saudi-arabischen Pipeline die Sorgen vor einer anhaltend hohen Inflation neu entfacht.

In der Folge ist die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung am kommenden Mittwoch deutlich gestiegen. Daten der CME Group signalisieren mittlerweile eine Chance von 86,5 % für einen solchen Schritt, nachdem dieser Wert am vergangenen Freitagmorgen noch bei knapp 70 % gelegen hatte.

Diese Entwicklung setzt die Edelmetalle unter Verkaufsdruck. Der Silberpreis fiel von 64,60 US-Dollar am Freitag auf zuletzt rund 63,22 US-Dollar pro Feinunze. Da Bergbauunternehmen eine hohe Sensitivität gegenüber dem zugrunde liegenden Rohstoffpreis aufweisen, geraten Branchenvertreter wie First Majestic Silver sowie Wettbewerber wie Pan American Silver oder Equinox Gold gleichermaßen ins Hintertreffen.

Starke Bohrergebnisse aus Mexiko

Trotz der momentanen Marktschwäche konnte das Unternehmen zuletzt operative Erfolge vermelden. Am vergangenen Mittwoch veröffentlichte First Majestic Silver hochgradige Bohrergebnisse aus dem laufenden Explorationsprogramm 2026 auf der Mine San Dimas im mexikanischen Bundesstaat Durango. Die Bohrungen dienen sowohl der Erweiterung der bestehenden Ressourcen als auch der Umwandlung von vermuteten in gesicherte Vorkommen.

Besonders hervorzuheben sind Interzepte im Sinaloa-Elia-Komplex, die auf einer Breite von 0,88 Metern Gehalte von 2.604 Gramm Silber pro Tonne (g/t) und 43,08 g/t Gold aufwiesen. In der Zone El Cristo wurden zudem Spitzenwerte von 6.994 g/t Silberäquivalent über eine Breite von 1,30 Metern gemessen.

Bisher hat das Unternehmen rund 89.000 Meter des geplanten, insgesamt 117.000 Meter umfassenden Bohrprogramms absolviert. Die Arbeiten sollen in den Gebieten Convención und El Cristo fortgesetzt werden, um das Wachstumspotenzial der Mine weiter auszuschöpfen.

Solide Finanzbasis als Puffer

Die operative Stärke spiegelt sich auch in den zuletzt gemeldeten Finanzdaten wider. Im zweiten Quartal 2026 konnte First Majestic Silver seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 57 % auf 415,5 Millionen US-Dollar steigern. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte dabei um 110 % auf 252,3 Millionen US-Dollar. Haupttreiber dieser Entwicklung waren die realisierten Preise für Silber und Gold, die deutlich über den Werten des Vorjahres lagen.

Trotz des aktuellen Kursrückgangs zeigt die Aktie auf längere Sicht eine positive Tendenz. Im Vergleich zum 50-Tage-Durchschnitt weist der Wert derzeit noch einen Vorsprung von 3,1 % auf. Anleger blicken nun gespannt auf die Entscheidung der Federal Reserve am 17. September, da der weitere Zinspfad maßgeblich über die kurzfristige Richtung an den Edelmetallmärkten entscheiden dürfte.

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