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First Majestic Silver Aktie: Umsatz im dritten Quartal um 38 Prozent gestiegen

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 03:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Erlöse und Nettogewinn prÀgten das Quartal; der Stillstand in San Dimas bleibt ein operatives Risiko.
GlÀnzende Silberbarren und rohes Silbererz in einer professionellen, atmosphÀrischen Nahaufnahme. Illustration mit AI erstellt.

Die am Donnerstag veröffentlichten Quartalszahlen geben First Majestic Silver RĂŒckenwind: Gestern gewann die Aktie 2,5%. Das Unternehmen meldete einen deutlich gestiegenen Umsatz und einen Nettogewinn. FĂŒr mich spricht das fĂŒr eine vorsichtig positive Bewertung der GeschĂ€ftsentwicklung, sofern die operative Belastung durch San Dimas begrenzt bleibt. Die gestern gemeldete Kurszielsenkung mahnt zugleich zu Disziplin bei den Erwartungen.

Der Umsatzanstieg liefert das stÀrkste Argument

First Majestic erzielte im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von US$394,1 Millionen. Das entsprach nach Unternehmensangaben einem Anstieg von 38% gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum.

Diese Entwicklung ist fĂŒr mich der ĂŒberzeugendste Teil des Berichts. Ein deutlich höherer Umsatz stĂ€rkt die positive EinschĂ€tzung des GeschĂ€fts, sofern sich diese Entwicklung auch in kĂŒnftigen Ergebnissen niederschlĂ€gt. FĂŒr die Bewertung der Aktie zĂ€hlt deshalb vor allem, wie belastbar die Ertragsbasis ĂŒber das berichtete Quartal hinaus ist.

Der Nettogewinn erreichte nach Angaben von First Majestic US$74,5 Millionen. Zugleich erklÀrte das Unternehmen eine Quartalsdividende von US$0,0142 je Stammaktie.

Die Verbindung aus Gewinn und AusschĂŒttung spricht aus meiner Sicht fĂŒr die AttraktivitĂ€t des Quartalsberichts. Die Dividende macht einen Teil des Ergebnisses fĂŒr AktionĂ€re unmittelbar greifbar. Ihr Gewicht als Argument fĂŒr die Aktie hĂ€ngt allerdings daran, dass First Majestic auch kĂŒnftig entsprechende Gewinne erwirtschaftet.

Die Auszahlung soll am oder um den 30. November erfolgen. Anspruchsberechtigt sind AktionÀre, die zum GeschÀftsschluss am 16. November im Aktienregister stehen.

Damit besitzt die AusschĂŒttung einen konkreten zeitlichen Rahmen. FĂŒr mein Urteil bleibt dennoch die Ertragsentwicklung wichtiger als der einzelne Zahlungstermin: Eine dauerhaft ĂŒberzeugende Aktie braucht wiederholbare GeschĂ€ftsergebnisse.

Das niedrigere Kursziel setzt einen Gegenakzent

Medienberichten zufolge senkte H.C. Wainwright gestern das Kursziel von US$25,50 auf US$25. Die Kaufempfehlung blieb nach dem Quartalsbericht bestehen.

Ich lese diese Kombination als grundsĂ€tzlich positive, aber etwas zurĂŒckhaltendere EinschĂ€tzung. Das beibehaltene Votum spricht aus Sicht des Analysehauses fĂŒr die Aktie; das niedrigere Ziel begrenzt zugleich die Bewertungserwartung. FĂŒr Anleger ist diese Abstufung relevant, weil sie innerhalb einer positiven EinschĂ€tzung mehr Vorsicht erkennen lĂ€sst.

FĂŒr mich bekommt der Quartalsbericht deshalb mehr Gewicht als das Analystenvotum. Umsatz und Nettogewinn sind die tragenden Argumente. Die Zielanpassung ergĂ€nzt diese Zahlen um eine vorsichtigere Bewertungsperspektive. Eine positive Haltung erscheint mir gerechtfertigt, sofern sich die berichtete ErtragsstĂ€rke als belastbar erweist.

San Dimas entscheidet ĂŒber die Belastbarkeit

Die operative EinschrĂ€nkung bleibt erheblich: First Majestic berichtete am Donnerstag ĂŒber den vorĂŒbergehenden Stillstand in San Dimas infolge des Arbeitskampfs. Eine Entscheidung ĂŒber die vom Unternehmen angefochtene RechtmĂ€ĂŸigkeit des Streiks wurde fĂŒr die zweite NovemberhĂ€lfte erwartet.

Damit rĂŒckt ein konkreter Entscheidungshorizont in den Blick. Eine positive EinschĂ€tzung des Unternehmens gewinnt an Überzeugungskraft, wenn sich die Belastung des Betriebs verringert. Solange der Standort stillsteht, verdient dieses Risiko bei der Bewertung entsprechend hohes Gewicht.

Im Berichtsquartal produzierte First Majestic 3,4 Millionen Unzen Silber und 29.552 Unzen Gold. Die Arbeitsunterbrechung beeintrÀchtigte den Betrieb in San Dimas wÀhrend des Quartals an zwölf Tagen.

Unterm Strich ĂŒberwiegen fĂŒr mich die positiven Signale des Ergebnisses, sofern sich der operative Stillstand begrenzen lĂ€sst. Umsatzanstieg, Nettogewinn und AusschĂŒttung tragen diese Haltung. Der entscheidende PrĂŒfstein fĂŒr eine weitergehende Zuversicht liegt nun bei der Stabilisierung des Betriebs.

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