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Fluence Energy Aktie: UBS senkt Kursziel auf 8,00 Dollar

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 14:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fluence Energy korrigiert Umsatz- und EBITDA-Prognosen wegen Anlaufschwierigkeiten in neuen Werken. Rekordaufträge und Rechenzentrumsgeschäft stützen die langfristigen Aussichten.

Fluence Energy senkt Jahresziele: Produktionsprobleme und Rekord-Auftragsbestand
Moderne industrielle Energiespeicheranlage bei Dämmerung als Symbol für den Energiesektor Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Fluence Energy hat seine Umsatz- und Ergebnisziele für das Geschäftsjahr 2026 deutlich nach unten korrigiert. Das Unternehmen erwartet nun einen Jahresumsatz in einer Spanne von 2,9 Milliarden bis 3,1 Milliarden US-Dollar, nachdem zuvor 3,2 Milliarden bis 3,6 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt worden waren.

Als Hauptgrund für diese Anpassung nennt der Anbieter von Energiespeicherlösungen Verzögerungen beim Produktionshochlauf in neuen Fertigungsstätten in Houston sowie an internationalen Standorten.

Herausforderungen beim Produktionshochlauf

Die operativen Schwierigkeiten spiegelten sich bereits in den Zahlen für das dritte Geschäftsquartal wider, die das Unternehmen am 5. August vorlegte.

Der Quartalsumsatz stieg zwar im Vorjahresvergleich um 8 Prozent auf 649,8 Millionen US-Dollar, blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück, die im Vorfeld bei rund 819 Millionen US-Dollar gelegen hatten. Unter dem Strich verbuchte Fluence Energy einen Nettoverlust von 32,8 Millionen US-Dollar.

Aufgrund der Verzögerungen bei den neuen Auftragsfertigern wurde auch die Prognose für das bereinigte EBITDA angepasst. Hier rechnet das Management nun mit einem Mittelwert von minus 10 Millionen US-Dollar. Trotz dieser kurzfristigen Rückschläge hielt das Unternehmen an seinem Ziel für die jährlich wiederkehrenden Umsätze fest, die bis zum Ende des Geschäftsjahres ein Niveau von etwa 180 Millionen US-Dollar erreichen sollen.

Rekord-Auftragsbestand und Fokus auf Rechenzentren

Ein Lichtblick in der Bilanz ist die Entwicklung des Auftragsbestands, der zum 30. Juni mit 6,4 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand erreichte. Das Management geht davon aus, dass etwa 48 bis 53 Prozent dieser Summe innerhalb der nächsten zwölf Monate in Umsatz umgewandelt werden können.

Ein wesentlicher Treiber für das künftige Wachstum ist das Segment der Rechenzentren, in dem sich Fluence Energy bis Juli Geschäftsabschlüsse im Volumen von insgesamt 850 Millionen US-Dollar sicherte.

Das operative Geschäft profitiert dabei insbesondere von der Markteinführung des „Smartstack“-Systems, das eine gesteigerte Energiedichte von 10 Megawattstunden pro Einheit bietet. Dieses Produkt war Medienberichten zufolge seit Jahresbeginn für rund 75 Prozent der eingegangenen Bestellungen verantwortlich.

Um die Preisstabilität und die Versorgung mit Batteriezellen für die Jahre 2027 und 2028 zu gewährleisten, verbuchte das Unternehmen zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 15 Millionen US-Dollar im Rahmen eines langfristigen Liefervertrags.

Siemens festigt Position als Großaktionär

Inmitten der operativen Anpassungen gab es auch Neuigkeiten in der Aktionärsstruktur. Aus einer am Montag veröffentlichten Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC ging hervor, dass die Siemens AG zusammen mit einer Tochtergesellschaft ihre Beteiligung an dem Unternehmen untermauert hat. Demnach kontrolliert der Industriekonzern 41.432.781 Aktien der Klasse A, was einem Anteil von 29,3 Prozent an Fluence Energy entspricht.

Gleichzeitig gab es punktuelle Käufe durch institutionelle Investoren. Medienberichten zufolge erwarb Empowered Funds LLC am 6. August ein Aktienpaket im Wert von rund 2,45 Millionen US-Dollar und hält damit nun einen Anteil von 0,10 Prozent an dem Energiespeicherspezialisten.

Analysten bewerten Marktchancen neu

Die jüngsten Entwicklungen führten zu einer deutlichen Neubewertung durch führende Analysehäuser. Die Experten von UBS stuften die Aktie am Dienstag von „Neutral“ auf „Sell“ herab und reduzierten das Kursziel massiv von 22,00 auf 8,00 US-Dollar. Zur Begründung verwiesen sie auf ein drohendes Überangebot im Markt für Batteriespeicher ab dem Jahr 2027 sowie auf den wachsenden Wettbewerbsdruck durch Automobilhersteller.

Im Gegensatz dazu behielten die Analysten von Goldman Sachs am Dienstag ihre Kaufempfehlung bei, senkten jedoch das Kursziel von zuvor 28,00 auf 20,00 US-Dollar, um den reduzierten Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr Rechnung zu tragen. Die Royal Bank of Canada passte ihr Ziel am 7. August leicht von 16,00 auf 15,00 US-Dollar an und beließ die Einstufung auf „Sector Perform“.

An der Börse spiegeln die Kurse die aktuelle Verunsicherung wider. Der Anteilsschein wird derzeit bei 11,50 € gehandelt und hat seit Jahresbeginn rund 33 % an Wert verloren. Damit notiert das Papier aktuell 59 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 4. Februar 2026 bei 28,30 € markiert wurde.

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