Fresnillo Aktie: ArreguĂn tritt nach 37 Jahren ab
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 04:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Fresnillo steht vor einer personellen ZĂ€sur in der UnternehmensfĂŒhrung. Der langjĂ€hrige Finanzvorstand Mario ArreguĂn wird das Unternehmen verlassen und den Posten des Chief Financial Officer (CFO) an Rodrigo Sandoval ĂŒbergeben. ArreguĂn blickt auf eine 37-jĂ€hrige Karriere innerhalb des Konzerns zurĂŒck und hielt die Position des CFO seit dem Börsengang im Jahr 2008 inne. Der Wechsel erfolgt im Rahmen einer langfristig geplanten Nachfolgeregelung.
Erfahrener Branchenexperte ĂŒbernimmt die Finanzen
ArreguĂn wird seine Aufgaben zum 1. November offiziell an Sandoval ĂŒbertragen, bleibt dem Unternehmen jedoch als Senior Advisor erhalten, um eine reibungslose Ăbergabe zu gewĂ€hrleisten. Sandoval tritt bereits am kommenden Montag als designierter CFO in das Unternehmen ein.
Der 50-jÀhrige Nachfolger bringt weitreichende Erfahrung aus der Rohstoffbranche mit; er war zuvor als Finanzchef der Minendivision der Grupo México tÀtig und verantwortete zuletzt die Finanzen des mexikanischen Unternehmens Grupo Gigante.
Neben seiner operativen Erfahrung war Sandoval zudem als unabhĂ€ngiger Direktor und Leiter des PrĂŒfungsausschusses bei Torex Gold tĂ€tig. Damit verfĂŒgt er ĂŒber die notwendige Expertise im Bereich der Edelmetallförderung, die fĂŒr die strategische Ausrichtung von Fresnillo in Mexiko, Peru und Chile entscheidend ist. Er wird kĂŒnftig auch dem Exekutivkomitee des Konzerns angehören.
Analysten halten an neutraler Bewertung fest
Die Personalentscheidung fĂ€llt in eine Phase, in der Analysten das Unternehmen genau beobachten. Die Royal Bank of Canada bestĂ€tigte am Montag ihre Einstufung âSector performâ fĂŒr die Papiere des Edelmetallförderers. Das Kursziel siedeln die Experten bei 3.200 Pence an. Damit ordnet sich die Bank in ein eher vorsichtiges Marktumfeld ein.
Der Konsens der Analysten lautet derzeit âHaltenâ, wobei die Kursziele zuletzt teils deutlich nach unten korrigiert wurden. So senkte die Privatbank Berenberg ihr Ziel im August auf 2.900 Pence, wĂ€hrend Jefferies den fairen Wert bei 2.700 Pence sieht.
Im gestrigen Handel reagierte die Aktie mit deutlichen AbschlÀgen. Das Papier schloss am Dienstag bei 33,38 Euro und verzeichnete damit ein Minus von 3,8 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust bereits auf insgesamt 15 Prozent. Die aktuelle Notierung liegt zudem deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 51,95 Euro, das Ende Januar erreicht worden war.
Der neue Finanzchef Sandoval muss nun die Bilanz des Unternehmens steuern, wĂ€hrend die Branche mit einer insgesamt volatilen Entwicklung an den RohstoffmĂ€rkten konfrontiert ist. Sein VorgĂ€nger ArreguĂn wird den Ăbergangsprozess noch bis Ende Januar begleiten, bevor er sich endgĂŒltig in den Ruhestand verabschiedet.
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