Frontdoor Aktie: Rückkauf im Rekordtempo
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 18:01 Uhr | Redaktion boerse-global.deFrontdoor hat sein Aktienrückkaufprogramm fast ein Jahr früher abgearbeitet als geplant. Nun legt der Hausgarantie-Anbieter nach: Der Verwaltungsrat hat ein neues Programm über eine Milliarde Dollar genehmigt. Dazu kommen Quartalszahlen, die über den Erwartungen liegen.
Zahlen über Konsens
Der Umsatz stieg im dritten Quartal um sechs Prozent auf 655 Millionen Dollar. Analysten hatten mit rund 648 Millionen gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,81 Dollar, der Konsens bei 1,77 Dollar.
Das Wachstum speiste sich je zur Hälfte aus höheren Preisen und höherem Volumen. Die Erneuerungen legten um vier Prozent zu, das Immobiliengeschäft um drei Prozent. Das Direktgeschäft mit Endkunden schrumpfte leicht um ein Prozent, weil Frontdoor dort mit Rabattaktionen neue Mitglieder gewinnt. Die Sparte "Sonstige" wuchs um 32 Prozent, getragen vom neuen HVAC-Upgrade-Programm.
Der Nettogewinn kletterte um zehn Prozent auf 116 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA um fünf Prozent auf 205 Millionen. Der heißeste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn trieb die Zahl der Serviceanfragen bei Klimaanlagen und Heizungen nach oben. Das kostete rund neun Millionen Dollar. Effizienzgewinne und geringere Verwaltungskosten fingen das weitgehend auf.
Kapitalrückgabe auf der Überholspur
Das bisherige, auf drei Jahre angelegte Programm über 650 Millionen Dollar soll im November abgeschlossen sein. Bis September flossen bereits 259 Millionen Dollar in Rückkäufe, ein Plus von mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die neue Ermächtigung läuft ebenfalls drei Jahre und startet im November 2026. Finanzchef Jason Bailey verweist auf das kapitalarme Geschäftsmodell. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete Frontdoor einen freien Cashflow von 298 Millionen Dollar. Das reicht, um Rückkäufe und Schuldendienst zu stemmen.
Prognose angehoben
Für 2026 erwartet der Konzern nun einen Umsatz zwischen 2,205 und 2,215 Milliarden Dollar. Der Konsens lag bei etwa 2,2 Milliarden. Das bereinigte EBITDA soll 590 bis 600 Millionen Dollar erreichen, die Marge liegt bei rund 27 Prozent.
Für das vierte Quartal peilt das Management einen Umsatz von 453 bis 463 Millionen Dollar an. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 62 und 72 Millionen Dollar liegen. Die Aktie schloss zuletzt bei 92,86 Dollar und liegt auf Sicht von zwölf Monaten um 88 Prozent im Plus. Nachbörslich zeigte sie sich zunächst kaum bewegt.
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