Genmab, Aktie

Genmab Aktie: Gewinn sinkt trotz Rekordumsatz

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 10:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Genmab übertrifft Erwartungen mit Rekordumsatz und angehobener Prognose, während Integrationskosten den Nettogewinn schmälern. Aktie legt deutlich zu.

Genmab Aktie: Rekordumsatz, aber Gewinnrückgang – Kurssprung trotz Sondereffekten
Abstrakte Darstellung eines modernen pharmazeutischen Labors mit Fokus auf medizinische Forschung und Marktdynamik. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Höhere Erlöse, aber weniger Gewinn — und trotzdem ein Kurssprung von mehreren Prozent. Bei Genmab passt auf den ersten Blick nicht alles zusammen. Der Grund liegt tiefer: Der dänische Krebsmedikamenten-Spezialist hat die Erwartungen bei Umsatz und Ausblick übertroffen, während ein Sondereffekt die Gewinnzahl belastet hat.

Die Aktie sprang am Freitag um rund acht Prozent nach oben, nachdem Genmab am Vortag die Zahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt hatte. Healthcare-Titel führten damit die Gewinnerliste im europäischen Stoxx 600 an, der zugleich auf Kurs für die vierte Wochengewinnfolge in Serie lag.

Umsatz zieht kräftig an, Gewinn bricht ein

Der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2026 stieg um 25 Prozent auf 2,051 Milliarden Dollar, getrieben von höheren Lizenzeinnahmen aus den Partnerprodukten DARZALEX und Kesimpta sowie starken Verkäufen des hauseigenen Medikaments EPKINLY. Allein die Erlöse aus EPKINLY kletterten um 48 Prozent auf 312 Millionen Dollar.

Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz um knapp 25 Prozent auf 1,155 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn fiel dagegen von 336 auf 303 Millionen Dollar. Der Rückgang geht maßgeblich auf Integrationskosten im Zusammenhang mit der Merus-Übernahme zurück, die sich im Halbjahr auf 77 Millionen Dollar summierten. Das operative Ergebnis vor diesen Sondereffekten legte trotzdem zu: Das adjustierte operative Ergebnis stieg von 554 auf 656 Millionen Dollar.

Genmab hat die Jahresprognose parallel zu den Zahlen angehoben. Der Umsatz soll 2026 nun zwischen 4,325 und 4,525 Milliarden Dollar liegen, nach zuvor 4,065 bis 4,395 Milliarden Dollar. Grundlage sind höhere erwartete Lizenzzahlungen aus DARZALEX-Verkäufen von Johnson & Johnson, die im ersten Halbjahr um 21 Prozent auf 8,171 Milliarden Dollar zulegten.

Epcoritamab liefert positive Studiendaten

Neben den Finanzzahlen sorgte eine klinische Meldung für Auftrieb: Die Kombination aus Epcoritamab und Lenalidomid zeigte in einer Phase-3-Studie bei rezidiviertem oder refraktärem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom eine statistisch signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens. Firmenchef Jan van de Winkel bezeichnete die Ergebnisse als Beleg dafür, dass Epcoritamab sich als zentrale Therapieoption über verschiedene B-Zell-Erkrankungen hinweg etabliert. Zusätzlich verwies das Unternehmen auf neue Daten zur Kombinationstherapie mit dem Wirkstoff Rina-S bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs.

Die Kursreaktion fällt in eine Woche, in der geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormus und steigende Ölpreise die allgemeine Risikobereitschaft an den Märkten gedämpft haben. Dass Genmab sich davon unbeeindruckt zeigte, unterstreicht, wie stark die operative Entwicklung und die angehobene Prognose das Bild für die Aktie derzeit prägen.

Anzeige

Genmab-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Genmab-Analyse vom 7. August liefert die Antwort:

Die neusten Genmab-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Genmab-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Genmab: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | DK0010272202 | GENMAB | boerse | 69924808 |