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Gold: Goldman Sachs prognostiziert 50 Tonnen monatlich

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 21:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Staatliche Goldnachfrage stützt die längerfristige Einschätzung von Goldman Sachs trotz jüngster Kursverluste und höherer US-Renditen.

Goldpreis: Goldman Sachs setzt weiter auf Zentralbankkäufe
Gestapelte Goldbarren in einem Tresorraum bei gedimmter, natürlicher Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hält an ihrer Prognose für den Goldpreis fest. Wesentlicher Treiber dieser Einschätzung bleibt die anhaltend hohe Nachfrage institutioneller Währungshüter. Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Feinunze bei 4.288,69 US-Dollar.

Notenbanken stocken Reserven auf

Neue Erhebungen des Branchenverbands World Gold Council bestätigen das ungebrochene Interesse der Währungsbehörden. Im Juli erwarben Zentralbanken weltweit per Saldo 23 Tonnen Gold. Angeführt wurden die Zukäufe von China mit 20 Tonnen und Polen mit acht Tonnen.

Zusätzliche Impulse kommen aus Asien. Die Maßnahme diene der Absicherung gegen Inflationsrisiken sowie geopolitische Spannungen. Auch auf der Importseite zeigt sich Stärke: Chinas Einfuhren überstiegen im Zeitraum von Januar bis August die Marke von 1.000 Tonnen.

Geldpolitischer Gegenwind bremst Erholung

Trotz des institutionellen Rückhalts steht das Edelmetall auf kurze Sicht unter erheblichem Verkaufsdruck. Dies trieb die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen spürbar nach oben und stärkte die US-Währung.

Die veränderten Zinserwartungen hinterlassen Spuren im Chart: Über einen Zeitraum von 30 Tagen summiert sich der Rückgang des Goldpreises auf 6,7 Prozent. Im Zwölfmonatsvergleich behauptet das Edelmetall dennoch einen Wertzuwachs von 14 Prozent.

Prognosemodell von Goldman Sachs setzt auf Staatenkäufe

Nach Berechnungen von Goldman Sachs dürften die Zukäufe der Zentralbanken im laufenden Jahr bei durchschnittlich 50 Tonnen monatlich liegen. Für das Jahr 2027 prognostizieren die Experten eine Rate von monatlich 40 Tonnen. Dieses Niveau liegt deutlich über den historischen Werten aus der Zeit vor 2022.

Zwar passte das Institut seine kurzfristigen Erwartungen nach jüngsten Zinsentscheidungen geringfügig an. Die Experten betonen jedoch, dass die strukturelle Aufwärtsdynamik intakt bleibe. Die strategische Diversifikation staatlicher Reserven dürfte eventuelle Abflüsse aus privaten Anlageinstrumenten auch in den kommenden Quartalen abfedern.

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