Grupo Supervielle Aktie: Zurück in der Gewinnzone
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 01:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Grupo Supervielle hat die Verlustphase hinter sich gelassen. Die argentinische Bank meldete für das zweite Quartal 2026 einen Nettogewinn von 13 Milliarden Pesos, nach einem Verlust von 18 Milliarden Pesos im Vorquartal. Die Aktie reagierte trotzdem verhalten und gab um 1,18 Prozent auf 8,38 Dollar nach.
Der Grund: Beim Gewinn pro Aktie verfehlte das Institut die Erwartungen. Mit 0,132 Dollar lag das Ergebnis unter der Analystenschätzung von 0,152 Dollar. Der Umsatz von 219,58 Millionen Dollar traf dagegen exakt die Konsensschätzung.
Restructuring zahlt sich aus
Hinter dem Turnaround steckt ein Sparprogramm, das im ersten Halbjahr 553 Stellen abgebaut hat, davon 262 allein im zweiten Quartal. Das soll jährliche Gehaltseinsparungen von umgerechnet rund 42 Milliarden Pesos bringen — der volle Effekt fließt laut Management erst ab dem dritten Quartal in die Bilanz ein. Bereinigt um Abfindungszahlungen von 23 Milliarden Pesos erzielte die Bank einen Nettogewinn von 36 Milliarden Pesos, was einer bereinigten Eigenkapitalrendite von 12,4 Prozent entspricht.
Die Nettozinsmarge kletterte auf 20,3 Prozent, ein Anstieg von 250 Basispunkten gegenüber dem Vorquartal und deutlich über der eigenen Jahresprognose. Getrieben wurde das vor allem davon, dass die Finanzierungskosten schneller fielen als die Zinserträge auf der Aktivseite nachzogen. Das Management warnte allerdings, dass sich dieser Effekt in der zweiten Jahreshälfte umkehren dürfte, weil vor allem Firmenkredite mit Verzögerung neu bepreist werden.
Auch bei der Kreditqualität zeigte sich Besserung: Die Quote notleidender Kredite sank leicht auf 5,5 Prozent und liegt damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 7,6 Prozent. Die Neubildung fauler Kredite ging bereits das zweite Quartal in Folge zurück.
Vorsichtigere Wachstumsziele
Gleichzeitig kappte das Management seine Wachstumsprognose für das Kreditbuch deutlich. Statt der ursprünglich angepeilten 20 bis 25 Prozent realem Wachstum rechnet die Bank nun nur noch mit 10 bis 15 Prozent — ein Zeichen dafür, dass die Kreditnachfrage in Argentinien trotz sinkender Inflation und stabilerer Zinsen noch nicht richtig anspringt. Das Kreditvolumen war im Quartalsvergleich sogar leicht rückläufig, während es im Jahresvergleich um knapp 9 Prozent zulag.
Im Gegenzug hob das Institut seine Prognose für die CET1-Kapitalquote auf 12 bis 14 Prozent an, nachdem das geringere Kreditwachstum die risikogewichteten Aktiva reduziert hatte. Die tatsächliche Quote lag zum Quartalsende bei 14,2 Prozent.
Für das zweite Halbjahr setzt Grupo Supervielle auf gezieltes Wachstum: Lohnkunden, das Premium-Segment Identité und Senioren im Privatkundengeschäft, während im Firmenkundengeschäft Energie-, Öl-, Gas- und Minenprojekte im Fokus stehen. Eine im Quartal angekündigte Partnerschaft mit Flash Argentina soll ab dem vierten Quartal Autofinanzierungen über den Marktplatz Mercado Libre ermöglichen.
Das Management rechnet damit, dass die Eigenkapitalrendite sich 2027 der Marke von 15 Prozent annähern könnte, sobald die vollen Effekte des Sparprogramms greifen und sich das Kreditbuch stärker zwischen Privat- und Firmenkunden ausbalanciert. Die Analysten-Kursziele für die Aktie liegen aktuell zwischen 10,60 und 15,00 Dollar — deutlich über dem derzeitigen Kursniveau.
Grupo Supervielle B-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Grupo Supervielle B-Analyse vom 12. August liefert die Antwort:
Die neusten Grupo Supervielle B-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Grupo Supervielle B-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Grupo Supervielle B: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
