Heliad Equity Aktie: Substanzwert klettert 18 Prozent
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 07:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Für die Aktionäre der Heliad AG hat die finale Phase vor dem Rückzug vom öffentlichen Parkett begonnen. In weniger als zwei Wochen, am 24. September, wird die Einbeziehung der Aktien in den Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse eingestellt.
Dieser Schritt markiert den Abschluss eines Prozesses, den die Beteiligungsgesellschaft bereits im Frühsommer eingeleitet hat, und führt dazu, dass die übliche Handelbarkeit und Transparenz an diesem Handelsplatz enden.
Delisting-Termin am 24. September rückt näher
Den Grundstein für diesen Rückzug legte der Vorstand von Heliad mit Zustimmung des Aufsichtsrats bereits am 24. Juni. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Kündigung der Einbeziehung in den Freiverkehr beschlossen und das entsprechende Schreiben an die Deutsche Börse versandt.
Mit dem Ablauf der Frist am 24. September verliert das Papier seine Notierung im regulierten inoffiziellen Markt, was für verbliebene Anleger eine deutlich eingeschränkte Liquidität zur Folge haben dürfte.
Das Unternehmen vollzieht damit einen Strategiewechsel weg von der Börsenpräsenz. Während die Notierung in Frankfurt endet, bleiben die zugrunde liegenden Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft bestehen. Für Investoren bedeutet das bevorstehende Delisting jedoch, dass Käufe und Verkäufe künftig nur noch abseits der großen Börsenplätze möglich sein werden.
Substanzwert deutlich über dem Abfindungsangebot
Ein zentraler Aspekt im Vorfeld des Börsenabschieds ist die Diskrepanz zwischen der Bewertung des Portfolios und dem letzten öffentlichen Erwerbsangebot. Zum Stichtag 30. Juni meldete Heliad einen Substanzwert (Net Asset Value, NAV) von 34,77 Euro je Aktie.
Dieser Wert stellt eine signifikante Steigerung gegenüber dem Ende des vorangegangenen Quartals dar; zum 31. März lag der NAV noch bei 29,54 Euro. Innerhalb von drei Monaten verzeichnete die Gesellschaft somit einen Zuwachs des Substanzwertes um mehr als 5 Euro pro Anteilsschein.
Im Gegensatz zu diesem inneren Wert stand das Angebot der Hauptaktionärin GfBk Gesellschaft für Börsenkommunikation mbH. Diese beabsichtigte, bis zu 750.000 Aktien zu einem Preis von 14,25 Euro je Stück zu erwerben. Das Angebot lag damit weniger als halb so hoch wie der zuletzt gemeldete NAV. Die Annahmefrist für dieses Erwerbsangebot begann am 28. Juli und endete bereits am 14. August, also vor rund vier Wochen.
Fortführung der Investitionsstrategie im privaten Sektor
Trotz der strukturellen Veränderungen auf der Ebene der Börsennotiz setzt die Gesellschaft ihre operative Tätigkeit als Investor fort. So beteiligte sich Heliad vor gut drei Wochen an einer Finanzierungsrunde für das Unternehmen Starcloud. Solche Transaktionen verdeutlichen, dass das Management weiterhin in Wachstumsunternehmen investiert und den Portfolioausbau vorantreibt.
Mit dem Ende des Börsenhandels am 24. September wird die Bewertung dieser Investments für die breite Öffentlichkeit jedoch weniger transparent. Für Anleger, die das Angebot vor rund vier Wochen nicht angenommen haben, bleibt der Substanzwert von fast 35 Euro ein wichtiger Orientierungspunkt, auch wenn der direkte Ausstieg über die Frankfurter Börse in Kürze nicht mehr zur Verfügung steht.
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