Hella, Aktie

Hella Aktie: Cashflow rutscht ins Minus

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 18:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Hella bestÀtigt die Jahresziele, erwartet den Umsatz jedoch in der oberen und die operative Marge in der unteren HÀlfte der Prognosespanne.
Abstrakte Darstellung einer modernen Produktionshalle mit Fokus auf industrielle Herausforderungen und wirtschaftlichen Druck. Illustration mit AI erstellt.

Umsatz stabil, Ergebnis schwÀcher, Cashflow negativ: Die Neunmonatszahlen von Hella zeichnen ein gemischtes Bild. Der Vorstand hÀlt dennoch an der Jahresprognose fest und verschiebt lediglich die Gewichtung innerhalb der Bandbreiten.

Umsatz hÀlt, Marge gibt nach

Der wÀhrungsbereinigte Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 1,0 Prozent auf 5,925 Milliarden Euro. Die weltweite Fahrzeugproduktion schrumpfte im selben Zeitraum um 0,7 Prozent, Hella schlug den Markt also leicht. Inklusive negativer Wechselkurseffekte blieb ein Plus von 0,3 Prozent auf 5,883 Milliarden Euro.

Beim Ergebnis fÀllt die Bilanz schwÀcher aus. Das Operating Income sank um 12,9 Prozent auf 294 Millionen Euro, die Marge fiel von 5,8 auf 5,0 Prozent.

Noch deutlicher drehte der Netto-Cashflow. Nach einem Plus von 68 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum stehen nun minus 99 Millionen Euro in den BĂŒchern.

Elektronik wÀchst, Licht schwÀchelt

Die Elektronik wurde erstmals zum grĂ¶ĂŸten GeschĂ€ftsbereich. Ihr Umsatz legte um 5,2 Prozent auf 2,712 Milliarden Euro zu, organisch sogar um 6,8 Prozent. Treiber sind 77-Gigahertz-Radarsensoren, Steuerelektronik wie das intelligente Stromverteilungsmodul sowie Komponenten fĂŒrs Energiemanagement.

Das LichtgeschĂ€ft bremst. Der Umsatz fiel um 6,3 Prozent auf 2,563 Milliarden Euro. Das Unternehmen nennt das schwĂ€chere Branchenumfeld, deutlich geringere Abrufzahlen und das Auslaufen großvolumiger Serienprojekte als GrĂŒnde.

Lifecycle Solutions steuerte ein Plus von 4,2 Prozent auf 770 Millionen Euro bei. Das GeschÀft mit Spezialfahrzeugen lief gut, das freie ErsatzteilgeschÀft profitierte von höherer Nachfrage und dem Wiedereinstieg ins Thermomanagement.

Prognose bestÀtigt, Akzente verschoben

Die Jahresziele bleiben formal unverÀndert: wÀhrungsbereinigter Umsatz von 7,4 bis 7,9 Milliarden Euro, Operating-Income-Marge von 5,4 bis 6,0 Prozent und ein Netto-Cashflow von mindestens 1,8 Prozent des Umsatzes. Allerdings rechnet Hella beim Umsatz nun in der oberen HÀlfte der Spanne, bei der Marge dagegen am unteren Ende.

Um das Cashflow-Ziel zu erreichen, mĂŒsste das Schlussquartal deutlich besser ausfallen als die ersten neun Monate. Das Management setzt auf strikte Kostensteuerung, den Ausgleich gestiegener Preise fĂŒr Elektronikbauteile mit den Kunden und einen positiven Effekt des Lighting Transformation Program zum Jahresende.

An der Börse notierte die Aktie zuletzt bei rund 69,50 Euro, leicht im Minus. Der MDAX gab zeitgleich 1,3 Prozent nach. Die Zahlen fĂŒr das Gesamtjahr dĂŒrften zeigen, ob die untere Margenspanne und der Cashflow-Sprung im vierten Quartal tatsĂ€chlich gelingen.

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