HP Aktie: OmniBook 5 kommt im Oktober
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 04:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit zwei neuen Modellreihen will HP den Markt fĂŒr kĂŒnstliche Intelligenz auf dem Schreibtisch erobern. Die Produktoffensive soll die Nachfrage im Hardware-Segment beleben, in dem das Unternehmen zuletzt mit sinkenden StĂŒckzahlen und steigenden Komponentenkosten zu kĂ€mpfen hatte.
Die Marktreaktion fiel verhalten aus. Im gestrigen Handel gab die HP-Aktie um 1,7 Prozent nach und schloss bei 28,05 Euro. Trotz dieses RĂŒcksetzers verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein deutliches Plus von 45 Prozent.
Angriff im mittleren Preissegment
Das fĂŒr Verbraucher konzipierte OmniBook 5 kommt im Oktober zu einem Einstiegspreis von 699,99 US-Dollar in den Handel. HP stattet das GerĂ€t mit Intel-Core-Prozessoren der Serie âWildcat Lakeâ und integrierter NPU fĂŒr KI-Anwendungen aus. Beim Bildschirm setzt der Konzern auf ein OLED-Panel, wĂ€hrend die Akkulaufzeit bei lokaler Videowiedergabe nach eigenen Testangaben bis zu 42 Stunden erreichen soll.
FĂŒr Unternehmenskunden folgt im November das ProBook 4 G2iS 14, dessen Preis bislang noch offen ist. Neben einem 14-Zoll-OLED-Display bringt das Modell eine NPU-Rechenleistung von bis zu 17 TOPS mit. Damit zielt HP gezielt auf Firmenkunden ab, die ihre Flotten schrittweise fĂŒr softwaregestĂŒtzte KI-Workflows aufrĂŒsten wollen.
Kostendruck und Margenbelastung belasten das PC-GeschÀft
Die neuen Notebooks treffen auf ein anspruchsvolles Branchenumfeld. Zwar konnte HP im dritten Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2026 den Konzernumsatz um 12,5 Prozent auf 15,7 Milliarden US-Dollar steigern. Gleichzeitig gingen die abgesetzten PC-StĂŒckzahlen im Vorjahresvergleich um 16 Prozent zurĂŒck. Vor allem im PrivatkundengeschĂ€ft brach das Volumen mit einem Minus von 19 Prozent ein.
ZusĂ€tzlich belasten steigende Beschaffungskosten fĂŒr Arbeitsspeicher und Speichermedien die ProfitabilitĂ€t. In der Sparte Personal Systems sank die operative Marge im dritten Quartal auf 4,6 Prozent, nachdem sie im Vorquartal noch bei 5,2 Prozent gelegen hatte. HP rechnet auch fĂŒr das vierte Quartal mit anhaltendem Kostendruck und stellt eine Erholung der Margen erst fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2027 in Aussicht.
Gegen diese Entwicklung steuert das Management mit einem Sparprogramm, das jĂ€hrliche Einsparungen von 2 Milliarden US-Dollar bringen soll. Ob die neuen Rechner ausreichen, um die Trendwende bei den Auslieferungszahlen einzuleiten, dĂŒrfte sich erst mit den Verkaufszahlen des anstehenden WeihnachtsgeschĂ€fts zeigen.
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