Huber + Suhner Aktie: Industrie trÀgt Wachstum
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 09:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Segment Industrie zieht Huber + Suhner durch das Jahr, wÀhrend die Kommunikationssparte langsam den Anschluss findet. Die Neunmonatszahlen zeigen ein Unternehmen mit zwei Geschwindigkeiten. Die Jahresziele bleiben dennoch unangetastet.
Der Nettoumsatz stieg bis Ende September um 11,3 Prozent auf 734,1 Millionen Franken. Bereinigt um WĂ€hrungs-, Kupfer- und Portfolioeffekte lag das Plus bei 10,6 Prozent. Der Auftragseingang verharrte mit 811,9 Millionen Franken knapp unter dem starken Vorjahreswert. Das VerhĂ€ltnis von AuftrĂ€gen zu Umsatz liegt bei 1,11. Die erst im September ĂŒbernommene Einheit Ingun trug einen Monat bei.
Industrie mit zweistelligem Schub
Im Segment Industrie wuchs der Umsatz um 31 Prozent auf 313,9 Millionen Franken. Die Bestellungen legten sogar um 44,7 Prozent zu. Fast alle Teilsegmente steuerten bei, nur die Schnellladesysteme fĂŒr Elektrofahrzeuge nicht. Besonders dynamisch entwickelten sich Luft- und Raumfahrt, Wehrtechnik sowie PrĂŒf- und Messtechnik. In Letztere flieĂt seit dem 1. September auch Ingun ein.
Kommunikation holt auf
SchwĂ€cher sieht es auf den ersten Blick im Segment Kommunikation aus. Der Auftragseingang sank um 41,4 Prozent. Der Grund: Im Vorjahr hatten GroĂauftrĂ€ge fĂŒr Optical Circuit Switches im RechenzentrumsgeschĂ€ft die Basis hoch gelegt.
Beim Umsatz verbessert sich das Bild. Das Minus schrumpfte von 14,1 Prozent zur Jahresmitte auf nun 4,2 Prozent. Treiber ist die Wachstumsinitiative Rechenzentren, die den Auftragsbestand zunehmend in Erlöse umsetzt. Die ĂŒbrigen Teilsegmente liefen allerdings unter Vorjahresniveau.
Das Segment Transport wĂ€chst moderat. Die Bestellungen stiegen um 12,5 Prozent, der Umsatz um 4,7 Prozent auf 211,3 Millionen Franken. RĂŒckenwind kommt aus dem AutomobilgeschĂ€ft mit Elektrofahrzeugen sowie von der Bahnkommunikation.
Ziele bestÀtigt
FĂŒr 2026 peilt das Management weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 10 Prozent an. Die Marge auf Betriebsebene soll zwischen 10,5 und 12,0 Prozent liegen, in der oberen HĂ€lfte des mittelfristigen Zielbands. Voraussetzung ist, dass Inflation, Wechselkurse, Konjunktur und geopolitische Konflikte das GeschĂ€ft nicht ĂŒbermĂ€Ăig belasten.
Nach neun Monaten liegt das Unternehmen klar auf Kurs fĂŒr das Wachstumsziel. Die nĂ€chste Gelegenheit zur ĂberprĂŒfung bietet sich am 21. Januar 2027 mit den Zahlen zu Auftragseingang und Umsatz fĂŒr das Gesamtjahr. Den GeschĂ€ftsbericht legt Huber + Suhner am 16. MĂ€rz 2027 vor.
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