HubSpot Aktie: Prognose enttäuscht trotz Rekordquartal
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 02:42 Uhr | Redaktion boerse-global.deStarke Zahlen, schwacher Ausblick: HubSpot hat im dritten Quartal die Erwartungen klar übertroffen, die Prognose fürs Schlussquartal jedoch lag deutlich darunter. Die Aktie gab nachbörslich um rund 7,7 Prozent auf etwa 200 Dollar nach.
Quartal über den Erwartungen
Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 947,6 Millionen Dollar, Analysten hatten mit gut 925 Millionen gerechnet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 3,81 Dollar, der Konsens lag bei 3,27 Dollar. Die Zahl der Kunden wuchs um 12 Prozent auf knapp 312.000.
Auch die Profitabilität verbesserte sich. Die bereinigte operative Marge kletterte auf 22,6 Prozent, nach 19,9 Prozent im Vorjahresquartal. Der bereinigte Free Cashflow lag bei 188,0 Millionen Dollar. Zudem kaufte HubSpot im Quartal eigene Aktien für 237,2 Millionen Dollar zurück.
Der Ausblick bremst
Für das vierte Quartal peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 945 und 947 Millionen Dollar an. Das entspricht einem Wachstum von 12 Prozent und liegt rund 19 Millionen Dollar unter dem Analystenkonsens. Auch das erwartete bereinigte Ergebnis je Aktie von 3,85 bis 3,87 Dollar bleibt hinter den erhofften 4,09 Dollar zurück.
Die Jahresprognose liegt nun bei einem Umsatz von rund 3,69 Milliarden Dollar und einem bereinigten Ergebnis je Aktie von etwa 13,60 Dollar. Die Wachstumsverlangsamung trifft auf ein ohnehin fragiles Umfeld. Im Oktober hatten UBS, Barclays, JPMorgan und Raymond James die Aktie abgestuft. Sie verwiesen auf Ausführungsrisiken, uneinheitliche Nachfrage bei kleinen und mittleren Unternehmen und die frühe Phase der KI-Monetarisierung.
Der Gesamtmarkt spielte beim nachbörslichen Minus keine Rolle, die großen US-Indizes schlossen weitgehend unverändert. Belastend wirkt seit Monaten die Sorge, KI-Werkzeuge könnten etablierte CRM-Plattformen verdrängen.
KI-Umbau mit Kosten
Konzernchefin Yamini Rangan sprach von einem frühen Stadium eines tiefgreifenden KI-Wandels. HubSpot baue Produkt, Preisgestaltung und Vertrieb auf eine „Outcomes Era" um, in der KI-Agenten Aufgaben erledigen und Ergebnisse liefern. Im Oktober hatte das Unternehmen ein Restrukturierungsprogramm aufgelegt. Dafür erwartet es Aufwendungen von 65 bis 75 Millionen Dollar, überwiegend im vierten Quartal.
Der Aktienrückkauf dürfte den Kurs weiter stützen, die Zahl der ausstehenden Aktien sank binnen eines Jahres von 52,7 auf 49,5 Millionen. Im vierten Quartal rechnet HubSpot mit rund 48,9 Millionen verwässerten Aktien. Ob die Anleger den Wachstumssprung von 17 auf 12 Prozent als Übergangsphase oder als Trendwende lesen, entscheidet sich an den Kursreaktionen im regulären Handel am Donnerstag.
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