Huntington, Ingalls

Huntington Ingalls Industries Aktie: AUKUS-Auftrag stützt

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 01:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Auftrag erweitert HII’s AUKUS-Arbeit; zugleich übertraf der Quartalsgewinn die Erwartungen und das Management erhöhte den Kerngeschäftsausblick.

Schwarzweiß-Reportage: Schweißer mit Funkenregen an massivem Stahlschiffsrumpf in der Werft
Huntington Ingalls Schweißer arbeiten in Schwarzweiß an einem massiven Schiffsrumpf in der Werft US4464131063 Illustration mit AI erstellt.

Während die Aktie nahe ihrem Jahrestief notiert, sichert sich Huntington Ingalls Industries einen weiteren Auftrag im Rahmen der AUKUS-Partnerschaft. Die US-Marine vergibt 56 Millionen Dollar an die Werft Newport News Shipbuilding. Das Volumen ist überschaubar, die strategische Richtung dahinter weniger.

Was der Auftrag umfasst

Eine Option könnte den Gesamtwert auf 91 Millionen Dollar anheben. Die Werft unterstützt damit Foreign-Military-Sales-Programme für Großbritannien und Australien, darunter Technologietransfer, Engineering, Lieferketten und Personalentwicklung sowie digitale Transformation.

Hinzu kommt die Unterstützung der US-Industrie beim Design des atomgetriebenen U-Boots SSN-AUKUS. Gebaut wird es von Großbritannien und Australien. Ingenieure und Konstrukteure von Newport News liefern dafür Entwurfsarbeit. Das Unternehmen spricht von einem Ansatz, der alle Geschäftsbereiche einbindet.

AUKUS wird zum Geschäftsfeld

Der Auftrag reiht sich in mehrere Initiativen ein. Die Sparte Mission Technologies in Australien betreut ein Programm zur Qualifizierung australischer Zulieferer für die US-U-Boot-Industrie. Parallel dazu arbeitet HII mit Industrie und Hochschulen vor Ort an der Ausbildung von Fachkräften, von Ingenieuren bis zu Nukleartechnikern.

Im Dezember 2025 kam ein Beratungsauftrag der australischen U-Boot-Behörde für nukleare Fähigkeiten hinzu. Das Unternehmen baut damit eine Rolle aus, die über den klassischen Schiffbau hinausgeht.

Aktie unter Druck, Zahlen stark

An der Börse spiegelt sich das bislang nicht wider. Zuletzt fiel das Papier auf ein 52-Wochen-Tief von 256,71 Dollar. Auf Sicht von sechs Monaten steht ein Minus von rund 32 Prozent zu Buche.

Dabei fielen die Zahlen zum zweiten Quartal klar besser aus als erwartet. Der Gewinn je Aktie lag bei 5,27 Dollar, der Konsens hatte 3,81 Dollar erwartet. Der Umsatz erreichte 3,42 Milliarden Dollar, getragen von starkem Schiffbau und besseren Margen in Newport News. Das Management hob daraufhin den Ausblick für das Kerngeschäft an.

Auch Analysten zeigten sich zuletzt konstruktiver. Bernstein SocGen hob das Kursziel auf 341 Dollar an, bleibt aber bei "Market Perform". Wolfe Research stufte auf "Outperform" hoch und nennt 364 Dollar. Zusätzlich vergab das US-Verteidigungsministerium einen Auftrag über 336 Millionen Dollar für Vormaterial des Flugzeugträgers USS William J. Clinton (CVN 82).

Zwischen dem Kursniveau und den Kurszielen liegt damit eine deutliche Lücke. Ob die AUKUS-Aufträge sie schließen helfen, hängt davon ab, wie schnell aus Beratungs- und Designleistungen größere Bauaufträge werden.

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