IBM Aktie: Swift-Plattform für tokenisierte Bankentransaktionen
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 08:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Schnittstellen für Banken und Übernahme in Großbritannien
Mit neuen Kooperationen und gezielten Zukäufen baut IBM seine Geschäftsfelder rund um Cloud- und Sicherheitstechnologien weiter aus. Am Donnerstag vermeldete der Konzern eine Erweiterung seiner Plattform IBM Digital Asset Haven.
Über eine Beta-Schnittstelle können Finanzinstitute Transaktionen mit tokenisierten Einlagen künftig an das Blockchain-basierte Shared Ledger von Swift anbinden. Die Lösung wird zudem als lokale Beta-Version für die Großrechnersysteme IBM Z und LinuxONE bereitgestellt.
Am selben Tag verstärkte das Unternehmen seine Beratungssparte durch den Erwerb von Logiq Consulting. Das britische Beratungsunternehmen unterstützt Kunden aus regulierten Branchen sowie dem Verteidigungs- und öffentlichen Sektor bei der Sicherheitsarchitektur und Cyberabwehr. Zu den finanziellen Einzelheiten der Transaktion machten die beteiligten Parteien keine Angaben.
Beide Schritte zielen darauf ab, die Präsenz in geschäftskritischen IT-Infrastrukturen weiter zu vertiefen. Während die Swift-Anbindung neue Anwendungsfelder im digitalen Zahlungsverkehr eröffnet, stärkt die Übernahme von Logiq Consulting die Beratungskapazitäten im europäischen Markt für Cybersicherheit.
Partnerschaften rund um Großrechner und Cloud
Flankiert werden diese Initiativen durch neue Partnerschaften im Ökosystem des Konzerns. Am Mittwoch teilte The Hashgraph Group eine weltweite Kooperation mit IBM mit, in deren Rahmen die Plattform IDTrust für überprüfbare Identitäten in den IBM Cloud Catalog integriert wurde.
Am Dienstag starteten zudem Marist University und IBM einen gemeinsamen Innovationsinkubator auf Basis des Großrechners IBM z17, um KI-Forschungsprojekte zu fördern. Bereits am 18. September hatte IBM zudem das Werkzeug COBOL Elevate für das Betriebssystem z/OS freigegeben, um bestehende Großrechner-Anwendungen automatisiert zu optimieren.
Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Mainframe-Software stellt IBM sicher, dass traditionelle Unternehmenskunden ihre bestehenden Systeme mit neuen Technologien verbinden können. Für zahlreiche Großbanken und Behörden bilden diese Rechnerplattformen nach wie vor das verlässliche Rückgrat der täglichen Transaktionsverarbeitung.
Zurückhaltung am Aktienmarkt
An der Börse spiegeln sich die operativen Schritte derzeit kaum wider. Das Papier beendete den Handel am Freitag bei 197,84 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,9 Prozent entspricht. Seit dem Jahreswechsel summiert sich der Kursrückgang auf ein Minus von 24 Prozent.
Trotz der stabilen Kundenbasis agieren die Marktteilnehmer zurückhaltend. Anleger bewerten die mittelfristige Wachstumsdynamik derzeit vorsichtiger als die funktionale Ausweitung bestehender Produktreihen.
Medienberichten zufolge belastet vor allem die zuvor gesenkte Prognose für das währungsbereinigte Umsatzwachstum im Gesamtjahr von 4 bis 5 Prozent die Stimmung. Nach vorangegangenen Kursanstiegen nutzten Investoren das Umfeld zudem für Gewinnmitnahmen.
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