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Interactive Brokers Aktie: Dividende fast verdoppelt

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 00:20 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Provisionen und ZinsertrĂ€ge stĂŒtzen Interactive Brokers, wĂ€hrend das Aktienhandelsvolumen im dritten Quartal zurĂŒckging.
Moderne Glasfassade eines BĂŒrogebĂ€udes bei Sonnenuntergang als Symbol fĂŒr finanzielles Wachstum Illustration mit AI erstellt.

Interactive Brokers hebt die Quartalsdividende von 0,0875 auf 0,15 Dollar an. Das ist der auffÀlligste Punkt im Zahlenwerk zum dritten Quartal. Die Aktie schloss gestern 2,25 Prozent höher bei 86,03 Dollar und gab nachbörslich rund 0,6 Prozent ab.

Zahlen mit Rekordmarge

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,67 Dollar und damit exakt auf Analystenniveau. Beim Umsatz ĂŒbertraf der Broker die Erwartungen: 1,91 Milliarden Dollar standen einer Prognose von 1,87 Milliarden gegenĂŒber. Der Vorsteuergewinn erreichte einen Rekord, die Marge hielt bei 78 Prozent.

Die Treiber sind bekannt. Die Provisionserlöse stiegen um 12 Prozent auf 602 Millionen Dollar, der ZinsĂŒberschuss legte um 19 Prozent zu. Die Kundenkonten wuchsen um 35 Prozent auf 5,58 Millionen, die Margenkredite um 36 Prozent.

Weniger glĂ€nzend sah die HandelsaktivitĂ€t aus. Das Aktienvolumen sank um 24 Prozent, das Optionsvolumen leicht. Die Zahl der tĂ€glichen Trades je Konto fiel nach EinschĂ€tzung von Analysten auf ein mehrjĂ€hriges Tief. CEO Milan Galik sieht darin nichts Beunruhigendes. Im Vorquartal hĂ€tten BörsengĂ€nge die AktivitĂ€t gestĂŒtzt, einige Emissionen seien nun verschoben. Mit den Zwischenwahlen in den USA rechnet er mit steigender VolatilitĂ€t.

Dividende ohne RĂŒckwĂ€rtsgang

Die AusschĂŒttung steigt auf 0,60 Dollar im Jahr. Zahlbar ist die neue Dividende am 14. Dezember 2026 an AktionĂ€re, die am 1. Dezember im Register stehen. Galik erklĂ€rte, man orientiere sich an einer Spanne von 0,5 bis 1 Prozent des Marktwerts und habe zuletzt Boden verloren. Eine KĂŒrzung schloss er aus, zumindest in keiner vorstellbaren Lage.

Das Unternehmen hat keine langfristigen Schulden, das Eigenkapital liegt bei 23,3 Milliarden Dollar.

Neue Felder: KI, Prediction Markets, Berater

Der Broker schaltet autonomen KI-Handel fĂŒr einen kleinen Kreis von Kunden frei, etwa 3.000 sind eingeladen. Der Kreis soll in den kommenden Wochen wachsen. Parallel dazu bindet das Haus weitere Prediction-Market-Plattformen an. Kalshi, CME und ForecastEx sind angeschlossen, Polymarket ist in Arbeit. Cboe-Kontrakte auf Einzelaktien könnten Ende Oktober folgen.

Bei Finanzberatern setzt Interactive Brokers auf steueroptimierte Long-Short-Strategien, die laut Galik rund 300 Millionen Dollar an Vermögen halten. RĂŒckenwind könnte Fidelity liefern: Der Konkurrent fĂŒhrt Mitte 2027 eine Mindestgrenze von 100 Millionen Dollar fĂŒr Berater ein. Galik nennt sein Haus eine „offensichtliche Wahl" fĂŒr betroffene Firmen.

Die Werbung ĂŒber X Cashtags liefert bislang gemischte Ergebnisse: Es kommen weniger Neukunden, dafĂŒr handelsstĂ€rkere. Die Ausgaben fĂŒr digitale Kundengewinnung steigen dennoch.

Den Effekt der Fed-Zinserhöhung von Mitte September erwartet das Management ĂŒberwiegend im vierten Quartal. Dann dĂŒrfte sich zeigen, wie viel davon in den ZinsertrĂ€gen ankommt.

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