Intesa Sanpaolo Aktie: Delfin bringt MPS-Anteil ein
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 16:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Intesa Sanpaolo gerät zur Wochenmitte spürbar unter Druck. Das Papier verzeichnet heute ein Minus von 3,9 % und fällt auf 6,24 Euro zurück. Auslöser für den Kursrückgang sind keine unternehmensspezifischen Nachrichten, sondern ein breit angelegter Verkauf bei europäischen Bankwerten.
Wie Bloomberg am heutigen Mittwoch berichtete, gerieten Branchenwerte vor dem Hintergrund politischer Spannungen und parallel anziehender Anleiherenditen unter Abgabedruck.
Warten auf die italienische Kartellbehörde
Abseits der allgemeinen Marktschwäche richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer auf die geplante Übernahme der Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS). Laut einem Bericht von Reuters könnte dieser Schritt die italienische Bankenlandschaft grundlegend umgestalten. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person gab an, dass eine Entscheidung der nationalen Wettbewerbsbehörde zwischen Mitte und Ende November erwartet werde.
Für das Institut steht bei dem Vorhaben viel auf dem Spiel. Die Genehmigung durch die Wettbewerbshüter gilt als eine der zentralen Hürden für den Abschluss der Transaktion. Eine Freigabe würde den Weg für die Integration ebnen und die Marktstellung in Italien weiter festigen.
Das verbesserte Angebot von Intesa Sanpaolo sieht eine Aufstockung um 800 Millionen Euro vor. Konkret offeriert die Bank 1,25 Euro in bar sowie 1,6 eigene neu ausgegebene Anteile für jeden MPS-Titel. Die Offerte ist allerdings an die Bedingung geknüpft, dass die Anteilseigner der Zielgesellschaft einen vorliegenden Alternativplan verwerfen.
Sollten die Aktionäre von MPS auf einer für den 29. Oktober angesetzten Versammlung konkurrierenden Plänen zustimmen, könnte das Gebot verfallen. Wichtige Unterstützung kommt unterdessen von der Holding Delfin. Diese hat zugesagt, ihren gesamten MPS-Anteil von 17,6 % in die Offerte einzubringen und auf der Versammlung entsprechend abzustimmen.
Fortlaufender Rückkauf eigener Anteile
Parallel zu den Übernahmeaktivitäten setzt das Geldhaus sein Kapitalrückführungsprogramm fort. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, erwarb es im Zeitraum vom 28. September bis zum 2. Oktober insgesamt 45.920.085 eigene Aktien.
Für diese Transaktionen wandte das Kreditinstitut exakt 300.369.441,08 Euro auf. Das erworbene Paket entspricht einem Anteil von rund 0,26 % am Grundkapital. Die Papiere wurden im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erworben und sind für eine anschließende Einziehung vorgesehen. Durch die Vernichtung der Papiere verringert sich die Gesamtzahl der umlaufenden Anteile, was den verbleibenden Aktionären zugutekommt.
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