Intesa Sanpaolo Aktie: Jefferies hebt Kursziel an
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 17:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Steigende Renditen an den globalen Rentenmärkten haben den italienischen Bankensektor heute spürbar erfasst. Auch die Papiere von Intesa Sanpaolo gerieten in den Sog dieses Abwärtstrends. Die Aktie verlor heute 3,4 Prozent und notiert bei 6,42 Euro. Auslöser der Verkäufe im gesamten Sektor waren neben dem Zinsanstieg auch kletternde Ölpreise im Zuge des Nahost-Konflikts, was Spekulationen über die weitere Zinspolitik der Notenbanken verstärkte.
Damit geriet die jüngste Aufwärtsbewegung ins Stocken. Erst am 25. September hatte der Titel noch sein 52-Wochen-Hoch von 7,00 Euro erreicht.
Teilabspaltungen und fortgesetzte Aktienrückkäufe
Auf Unternehmensebene setzt das Institut seine strategischen Maßnahmen weiter um. Gestern billigte der Verwaltungsrat von Intesa Sanpaolo Teilabspaltungen der Bank zugunsten zweier hundertprozentiger Tochtergesellschaften, der Ghibli LeaseCo S.r.l. und der Kallipos LeaseCo S.r.l. Das entsprechende Protokoll wurde zur Eintragung in das Unternehmensregister von Turin eingereicht.
Zugleich schreitet das laufende Rückkaufprogramm zur Einziehung eigener Anteile voran. Am Montag teilte die Großbank mit, dass sie im Zeitraum vom 21. bis zum 25. September 9.240.041 eigene Aktien erworben hat. Dafür wandte das Institut insgesamt 62.182.773,98 Euro auf.
Seit dem Start des Rückkaufprogramms summierten sich die Zukäufe bis zum 25. September auf 288.176.233 Aktien. Dies entspricht rund 1,63 Prozent des gesamten Aktienkapitals bei Gesamtkosten von 1.894.423.925,06 Euro. Parallel dazu schloss Intesa Sanpaolo am Montag eine Finanzierungsvereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank über 300 Millionen Euro, die für sozialen Wohnungsbau und Studentenunterkünfte in Italien bestimmt ist.
Zuversicht bei Analysten und Proteste am Hauptsitz
Auf der Analystenseite gab es gestern positive Signale. Das Analysehaus Jefferies hob sein Kursziel für Intesa Sanpaolo von 7,80 Euro auf 8,00 Euro an und stufte den Wert mit „Buy“ ein.
Weniger ruhig gestaltete sich der gestrige Tag hingegen vor der Turiner Unternehmenszentrale. Mehr als 150 Beschäftigte der Dienstleister Innovaway und NBT protestierten Medienberichten zufolge vor dem Gebäude. Die Gewerkschaften machten Auslagerungen und Reorganisationsentscheidungen der Bank für einen Stellenabbau verantwortlich, der unter anderem 30 Kündigungen bei Innovaway nach sich zog.
Der nächste feste Termin im Finanzkalender steht bereits fest. Am 30. Oktober 2026 tritt der Verwaltungsrat zusammen, um die Zwischenmitteilung zum Stichtag 30. September zu billigen und über einen Beschluss zu einer Zwischendividende zu beraten.
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