Intuitive Machines Aktie: Backlog klettert auf 1,76 Milliarden
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 16:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das US-Raumfahrtunternehmen Intuitive Machines trotzt derzeit enttäuschenden Quartalszahlen mit einer deutlichen Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit und einer starken Auftragslage.
Während das Papier im heutigen Handel um -7,7 % auf 14,55 € nachgibt, zeigen sich Marktbeobachter von der langfristigen Entwicklung des Konzerns überzeugt. Der Wert notiert damit aktuell rund 64 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 40,00 €, das im Mai dieses Jahres markiert wurde.
Expansion durch Zukäufe und Satelliten-Großauftrag
Das Unternehmen hat am vergangenen Wochenende wichtige Schritte zur Erweiterung seiner globalen Infrastruktur unternommen. Am Samstag wurde die Übernahme der Goonhilly Earth Station Ltd. sowie des Unternehmens Comsat bekannt.
Dieser Zukauf sichert Intuitive Machines ein eigenes Bodenstationsnetzwerk für die Mondkommunikation, zu dem unter anderem spezialisierte Antennenanlagen in Cornwall gehören. Zudem sicherte sich der Konzern gestern Medienberichten zufolge einen neuen Auftrag im Volumen von 600 Millionen USD für den Bau von drei GEO-Satelliten.
Diese strategischen Erfolge stehen im Kontrast zu den am 13. August vorgelegten Finanzergebnissen für das zweite Quartal 2026. Das Unternehmen meldete einen bereinigten Verlust von 0,29 USD je Aktie und verfehlte damit die Markterwartung von 0,09 USD deutlich.
Der Quartalsumsatz blieb mit 206,2 Millionen USD ebenfalls hinter den prognostizierten 224 Millionen USD zurück, obgleich er sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vervierfachte. Hohe Investitionen in Mondmissionen und Forschungsaufwendungen belasteten die Margen im abgelaufenen Zeitraum erheblich.
Analysten blicken auf langfristige Mond-Ökonomie
Trotz der kurzfristigen Gewinnenttäuschung haben die Analysten von Stifel ihr Rating für den Titel auf „Buy“ angehoben. Zwar wurde das Kursziel von vormals 32 auf nun 26 USD korrigiert, doch verweisen die Experten auf den massiv gestiegenen Auftragsbestand (Backlog). Dieser kletterte laut den Analysten auf 1,76 Milliarden USD, was einem Book-to-Bill-Verhältnis von 4,5x entspricht.
Die Experten sehen in der starken Positionierung innerhalb des NASA-Artemis-Programms sowie der CLPS-Initiative einen entscheidenden strategischen Wettbewerbsvorteil für die kommenden Jahre.
Das Management blickt ungeachtet der aktuellen Kostenintensität zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Die Umsatzprognose für 2026 wurde in einer Spanne zwischen 900 Millionen und 1 Milliarde USD bestätigt.
Neben den primären Mondlandemissionen profitiert das Unternehmen zunehmend von diversifizierten Einnahmequellen wie dem Ausbau von Kommunikationsnetzwerken im All und speziellen Dienstleistungen für die Satelliteninfrastruktur im erdnahen Orbit.
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