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IREN Aktie: OpenAI-Umsatz schürt Nachfragezweifel

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 17:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAIs Umsatz liegt unter früheren Erwartungen; zugleich stehen ältere IREN-Rechenzentren in British Columbia wegen Kundenberichten in der Kritik.

IREN-Aktie unter Druck: OpenAI-Umsatz und Standortkritik belasten
Modernes Rechenzentrum mit leuchtenden Server-Racks als Symbol für digitale Infrastruktur und Cloud-Technologie. Illustration mit AI erstellt.

Die Nervosität im Segment für künstliche Intelligenz hat die Aktien von IREN erfasst. Medienberichten zufolge sorgten Berichte über die jüngste Umsatzentwicklung des Branchenschwergewichts OpenAI für spürbare Verunsicherung bei Investoren von Rechenzentren und digitaler Infrastruktur.

Demnach liegt der annualisierte Umsatz von OpenAI bei rund 50 Milliarden $, was unter der zuvor im Raum stehenden Marke von rund 70 Milliarden $ liegt. Diese veränderten Erwartungen weckten an den Märkten Zweifel am Tempo des weiteren Kapazitätsausbaus.

Für Anbieter von Rechenkapazitäten schüren derartige Meldungen die Sorge vor einer nachlassenden Nachfrage nach spezialisierten Servern und Flächen. Wenn zentrale Akteure ihr Wachstumstempo drosseln, geraten die Erwartungen an die Auslastung künftiger Rechenzentrumsprojekte rasch unter Druck.

Vorwürfe gegen Standorte in British Columbia

Die Branchensorgen treffen das Unternehmen in einer ohnehin angespannten Phase. Zuvor hatte das Analysehaus SemiAnalysis schwere Kritik an älteren Rechenzentren von IREN in der kanadischen Provinz British Columbia geäußert. Wie Reuters berichtete, war diese Veröffentlichung bereits ein Auslöser für spürbaren Verkaufsdruck.

Im Zentrum der Vorwürfe von SemiAnalysis stehen die beiden Standorte Prince George und Mackenzie. Das Analysehaus verwies auf Schilderungen von Kunden, denen zufolge es zu mehrtägigen Stromausfällen, Unterbrechungen der Netzwerkanbindung sowie Speicherproblemen gekommen sein soll.

Zudem thematisierte die Analyse Schwierigkeiten bei den Kühlsystemen und stellte die Angaben des Unternehmens zu seinen Angeboten im Bereich Managed Cloud infrage. Von IREN wurden diese Darstellungen nicht bestätigt.

Citadel-Beteiligung und anhaltende Kursschwäche

Abseits der operativen Diskussionen gab es Bewegungen im Aktionariat. Citadel Securities reichte eine Pflichtmitteilung nach Schedule 13G ein, in der wirtschaftliche Eigentumsanteile an IREN ausgewiesen werden. Die Meldung umfasst Beteiligungspositionen, die verschiedenen Einheiten von Citadel Securities zugerechnet werden.

An den Märkten setzte sich die Abwärtsbewegung derweil fort. Die Aktie von IREN notiert heute bei 31,55 Euro, was einem weiteren Rückgang von 1,0 Prozent entspricht.

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