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K+S Aktie: Kali-Boom treibt Prognose hoch

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 08:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

K+S verzeichnet dank hoher Kali-Nachfrage ein starkes zweites Quartal und erhöht die Ebitda-Prognose für 2026 deutlich auf bis zu 760 Millionen Euro.

K+S hebt Jahresprognose an: Kali-Boom beschert starkes zweites Quartal
Weite, moderne industrielle Kaliminen-Landschaft bei goldenem Licht als Symbol für wirtschaftliches Wachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Kalidünger war im zweiten Quartal gefragt wie lange nicht – und K+S profitiert direkt davon. Der Kasseler Konzern hebt seine Gewinnprognose für 2026 deutlich an, nachdem Nachfrage, Preise und Produktion gleichzeitig anzogen. Konzernchef Christian Meyer sprach von einer hohen Kali-Nachfrage bei positiver Preisentwicklung.

Zahlen übertreffen die Erwartungen

Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um 12 Prozent auf 978 Millionen Euro. Das Ebitda legte sogar um 60 Prozent auf 176 Millionen Euro zu und lag damit klar über den Analystenschätzungen. Unter dem Strich stand nach dem Milliardenverlust des Vorjahres – der auf Abschreibungen zurückging – wieder ein Gewinn.

Etwas verhaltener fiel der freie Finanzmittelfluss aus: Bereinigt um Sondereffekte kamen nach dem ersten Halbjahr 101 Millionen Euro zusammen, weniger als von Analysten erhofft. Für das Gesamtjahr rechnet K+S nun dennoch mit einem mittleren bis höheren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag, nachdem zuvor lediglich eine ausgeglichene Bilanz avisiert war.

Neue Zielspanne für das Ebitda

Für 2026 peilt Meyer nun ein Ebitda zwischen 680 und 760 Millionen Euro an. Bisher stand ein Anstieg auf 630 bis 730 Millionen Euro im Plan. Analysten hatten im Schnitt bereits mit einem Wert am oberen Ende der alten Spanne gerechnet – die neue Prognose übertrifft das nun. Vorausgesetzt wird dabei, dass sich das zur Jahresmitte erreichte Kali-Preisniveau im zweiten Halbjahr in etwa hält.

Parallel zum operativen Rückenwind treibt K+S seinen Umbau voran. Am Standort Wintershall haben die Arbeiten für das Projekt "Werra 2060" begonnen, das die Produktion im hessisch-thüringischen Grenzgebiet langfristig sichern soll. Der gesamte Umbau, mit dem auch CO2-Ausstoß und Abwässer sinken sollen, ist mit rund 600 Millionen Euro veranschlagt. Im kanadischen Werk Bethune läuft die Kapazitätserweiterung nach Unternehmensangaben planmäßig, aktuell fließt Kapital in eine Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage und den Ausbau der Kavernen.

Hinzu kommt die im Juni angekündigte Übernahme zweier Salzstandorte des polnischen Chemieunternehmens Qemetica in Sachsen-Anhalt und Polen, finanziert unter anderem über eine Wandelanleihe im Volumen von 320 Millionen Euro. Der Deal soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden und zusätzliches Wachstumspotenzial in Mittel- und Osteuropa eröffnen. Als Risikofaktor für den weiteren Jahresverlauf nannte Meyer die Unsicherheit rund um den Konflikt im Nahen Osten.

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