Kaldvik: Aktie bricht nach Refinanzierungsdeal ein
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 13:13 Uhr | Redaktion boerse-global.deKaldvik AS hat sich gestern mit seinen Kreditgebern auf Bedingungen für eine Refinanzierung verständigt, deren Umsetzung noch an Voraussetzungen geknüpft ist. Bestandteil ist eine ins Auge gefasste Kapitalaufnahme mit einem Bruttoerlös von mindestens EUR 97 Millionen. Daraus erwartet das Unternehmen einen Nettozufluss an liquiden Mitteln von mindestens EUR 70 Millionen. Die Aktie fällt heute um 24%.
Kreditrahmen mit längerer Laufzeit vorgesehen
Die vereinbarten Konditionen sehen Kreditfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von rund EUR 232 Millionen vor. Als Fälligkeit ist der 30. Juni 2030 vorgesehen, wobei auch diese Finanzierung unter dem Vorbehalt der zu erfüllenden Bedingungen steht.
Kaldvik beschreibt die Kapitalaufnahme damit als geplanten Bestandteil der mit den Kreditgebern vereinbarten Lösung, nicht als bereits abgeschlossene Maßnahme. Auch der erwartete Nettozufluss ist eine Erwartung des Unternehmens und kein bereits vereinnahmter Betrag.
Quallenereignis belastet Liquidität und Finanzierung
Als Grund für den gestiegenen Liquiditätsdruck nennt Kaldvik die Auswirkungen eines Quallenereignisses auf die biologische Produktion und die Finanzen. Nach Angaben des Unternehmens haben diese Folgen zugleich den Finanzierungsbedarf erhöht. Die Mitteilung stellt damit sowohl einen Bezug zur Produktion als auch zur finanziellen Situation her.
Der gestrigen Vereinbarung waren weitere Gespräche mit den Kreditgebern vorausgegangen. Am Mittwoch hatten diese die Waiver-Frist bis gestern verlängert, während Kaldvik die Verhandlungen über seine Finanzierung fortsetzte.
Bereits am Montag hatten die Kreditgeber einer Verlängerung dieser Frist bis Mittwoch zugestimmt. Auch damals liefen die Finanzierungsgespräche weiter. Auf diese beiden befristeten Verlängerungen folgte gestern die Verständigung über die bedingten Refinanzierungskonditionen einschließlich der vorgesehenen Kapitalaufnahme.
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