Krones, Aktie

Krones Aktie: 17 Prozent Jahresverlust trotz RekordauftrÀgen

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 13:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Krones meldet Rekordauftragsbestand und verbesserte Marge, doch der Aktienkurs gibt weiter nach. Analysten erhöhen das Kursziel.

Krones RekordauftrÀge: Starke Halbjahreszahlen, aber Aktie fÀllt
Moderne industrielle AbfĂŒllanlage in einer Produktionshalle mit professioneller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Krones fĂŒllt die AuftragsbĂŒcher so voll wie nie zuvor. Die Nachfrage aus der Lebensmittelbranche bleibt massiv. Trotzdem straft die Börse das Papier des bayerischen Maschinenbauers ab. Ein starkes erstes Halbjahr reichte den Investoren am Freitag nicht aus.

Volle BĂŒcher sichern die Zukunft

Der Verpackungsspezialist steigerte den Auftragseingang im ersten Halbjahr um 4,5 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro. Damit wuchs der Bestand auf einen Rekordwert von ĂŒber 4,3 Milliarden Euro. Das sichert die Auslastung der Werke fĂŒr die kommenden Quartale ab.

Parallel dazu verbesserte das Unternehmen seine ProfitabilitĂ€t. Die operative EBITDA-Marge kletterte auf 10,8 Prozent. Unterm Strich verdiente Krones im ersten Halbjahr 138,9 Millionen Euro. Das Management bestĂ€tigte daraufhin die Prognose fĂŒr das Gesamtjahr 2026.

Analysten sehen deutliches Potenzial

Warburg Research bewertet die operative Entwicklung positiv. Analyst Stefan Augustin hob das Kursziel auf 191 Euro an. Er verwies dabei auf die robuste Verfassung des MDAX-Konzerns. Im Gegensatz dazu zeigt der Aktienkurs ein anderes Bild.

Das Papier leidet unter einem schwachen Börsenjahr. Seit Januar summieren sich die Verluste auf ĂŒber 17 Prozent. Am Freitag rutschte die Aktie erneut um knapp drei Prozent ab. Sie beendete den Handel bei 112,20 Euro.

Zuvor scheiterte das Papier an einem technischen Widerstand. Der Kurs prallte an der 100-Tage-Linie bei 117,48 Euro ab. Dieser Misserfolg löste zusÀtzliche VerkÀufe aus. Der kurzzeitige Optimismus der Vorperioden löste sich damit schnell wieder auf.

Anleger blicken nun auf die Marke von 106,40 Euro. Dieses Tief aus dem Juli dient als entscheidende UnterstĂŒtzung. HĂ€lt diese Verteidigungslinie nicht, droht ein weiterer technischer Ausverkauf. Neue geschĂ€ftliche Impulse folgen erst im November zur nĂ€chsten Quartalsmitteilung.

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