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L3Harris Aktie: Navy-Auftrag treibt Jammer-Entwicklung voran

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 05:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der US-Verteidigungsauftrag finanziert die Weiterentwicklung eines Störsenders; zugleich senkten Jefferies und Bernstein ihre Kursziele.

Geometrisches Bauhaus-Poster in Blau, Rot und Gelb mit dem Wort DEFENSE und Radarkreisen
Bauhaus-Poster stellt geometrische Formen und Radarsymbole für L3Harris Technologies, ISIN US5024311095, mit Sektortext DEFENSE dar Illustration mit AI erstellt.

Das US-Verteidigungsministerium hat L3Harris eine Vertragsänderung im Volumen von 876,4 Millionen $ erteilt. Der Rüstungskonzern soll damit die Weiterentwicklung des Störsendersystems Next Generation Jammer Low Band für die US Navy und die Royal Australian Air Force vorantreiben.

Die Vereinbarung umfasst unter anderem Werkzeuge, Testbehälter, Cybersicherheit sowie System- und Softwareunterstützung. Die Arbeiten daran sollen im Geschäftsjahr 2031 abgeschlossen werden.

Volle Auftragsbücher bei Marine und Raumfahrt

Der Großauftrag reiht sich in eine Serie operativer Erfolge der vergangenen Tage ein. Am Donnerstag meldete L3Harris zudem den Abschluss der vorläufigen Entwurfsprüfung für das Raketenverfolgungsprogramm Tranche 3 der Space Development Agency. Damit stehen die grundlegenden Designs für Satelliten-, Boden- und Infrarot-Nutzlastelemente fest.

Bereits am Montag hatte sich das Unternehmen einen Auftrag des US Naval Sea Systems Command über 139 Millionen $ gesichert. Dieser sieht die Lieferung und technische Betreuung von Masten mit niedrigem Profil für U-Boote der Virginia- und Columbia-Klasse vor.

Ebenfalls am Montag vereinbarte der Konzern eine mehrjährige Kooperation mit der Naval Air Warfare Center Weapons Division China Lake, um die Fertigungskapazitäten für Flugkörperkomponenten auszubauen, darunter für Tomahawk-Marschflugkörper.

Lieferkettensorgen dämpfen die Stimmung

Trotz des Auftragsvolumens stand die Aktie zuletzt unter Druck. Das Analysehaus Jefferies stufte die Papiere am Dienstag weiterhin mit „Hold“ ein, senkte jedoch das Kursziel von 315 $ auf 280 $.

Als Grund nannte das Haus Vorsicht mit Blick auf die Lieferkette im Bereich der taktischen Funkgeräte und reduzierte die eigene Umsatzschätzung für das dritte Quartal 2026 von der Konsensmarke von 5,92 Milliarden $ auf 5,83 Milliarden $. Am Mittwoch passte auch Bernstein das Kursziel von 365 $ auf 346 $ an, behielt aber die Einstufung „Outperform“ bei.

An den Märkten sorgte diese Zurückhaltung für spürbare Bremsspuren. Am Freitag ging die Aktie bei 210,10 Euro aus dem Handel und notiert damit seit Jahresanfang mit 17 Prozent im Minus. Ob die jüngsten Großaufträge das Papier nachhaltig stabilisieren können, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die operativen Engpässe im Funkgerätegeschäft bewältigt werden.

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