Leonardo Aktie: Bank of America senkt Kursziel auf 71 Euro
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 11:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am gestrigen Dienstag verzeichnete die Aktie von Leonardo einen Kursrückgang um 2,8 Prozent und beendete den Handelstag bei 46,90 Euro. Damit bleibt das Papier unter Druck und rangiert rund 29 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Für die jüngste Abwärtsbewegung am Markt gab es keine gesonderte Begründung, doch prägten sowohl eine Anpassung von Analystenseite als auch technische Fortschritte in der Rüstungssparte das aktuelle Geschehen rund um den Konzern.
Bank of America passt Kursziel an
Bereits am 1. Oktober nahm die Bank of America eine Neubewertung der Aktie vor. Das Analysehaus reduzierte sein Kursziel von 79,50 Euro auf 71,00 Euro, behielt die Einstufung mit „Buy“ jedoch unverändert bei. Die Kurszielsenkung markiert den jüngsten unternehmensspezifischen Impuls, auch wenn Marktberichte diesen Schritt nicht ausdrücklich als Auslöser für die schwächere Kursentwicklung am Markt einstufen.
Drohnenabwehrsystem Hystrix 40 im Test
Operativ meldet der Konzern Fortschritte bei der Weiterentwicklung moderner Verteidigungssysteme. Medienberichten vom 3. Oktober zufolge belegen Aufnahmen, dass das landgestützte Abwehrgeschütz Hystrix 40 ADS praktischen Tests unterzogen wird. Das System ist speziell für die Bekämpfung von Drohnen konzipiert. Leonardo hatte zuvor angekündigt, noch vor dem Ende des laufenden Jahres einen Prototyp dieser Lösung vorzustellen.
Rüstungsauftrag und Laserprojekte in den USA
Parallel dazu verzeichnete die US-Tochtergesellschaft Leonardo Electronics US neue Aktivitäten im Hochtechnologiesektor. Am 25. September vergab die U.S. Army eine Vertragsmodifikation im Umfang von 30,1 Millionen $ an das Unternehmen. Die Vereinbarung umfasst Forschungsarbeiten an phasenstarren Halbleiter-Diodenlaser-Arrays, deren Laufzeit bis zum 29. März 2029 festgesetzt ist.
Zuvor hatte dieselbe Tochtergesellschaft am 22. September eine Zusammenarbeit mit Inertia angekündigt, um Lasertechnologien für die kommerzielle Fusionsenergie zu entwickeln.
Auf betrieblicher Ebene vermeldeten die Gewerkschaften FIM, FIOM und UILM am 29. September zudem positive Ergebnisse aus Beratungen mit Vertretern des Gesundheits- und Arbeitsschutzes, forderten zugleich aber eine stärkere Einbindung der Beschäftigten bei neuen Technologien und dem Klimawandel.
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