Li-FT, Power

Li-FT Power Aktie: 57 Prozent Minus seit Jahresbeginn

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 21:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Schwache Lithiumpreise belasten Li-FT Power; für den Erwerb des Renard-Projekts sind weitere Studien und Genehmigungen erforderlich.
Eine Person im Büro bei der Analyse von Finanzdaten auf einem Computerbildschirm. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Li-FT Power verzeichnet heute einen Rückgang um 2,1 Prozent auf 1,16 Euro. Für die Bewegung beim kanadischen Lithium-Explorer liegt keine unternehmenseigene Meldung vor.

Allerdings sorgt die allgemeine Lage an den Rohstoffmärkten für anhaltenden Gegenwind im gesamten Sektor: Anfang der Woche gaben die chinesischen Kontrakte für Lithiumkarbonat deutlich nach und fielen auf ein Tief von fast zehn Monaten, nachdem Sorgen über die Nachfrage nach einer Einigung der Europäischen Union bezüglich des Exports von Hybridfahrzeugen zunahmen.

Für Explorationsgesellschaften wie Li-FT Power bedeutet das anhaltend schwierige Preisumfeld eine spürbare Belastung an den Kapitalmärkten. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust des Papiers auf 57 Prozent, womit sich der anhaltende Abwärtstrend im bisherigen Jahresverlauf widerspiegelt.

Fortschritte bei den Renard-Vereinbarungen

Auf Unternehmensebene standen zuletzt administrative Schritte bezüglich des Renard-Projekts im Mittelpunkt. Das Ministerium für natürliche Ressourcen der Provinz Québec erteilte Anfang des Monats die offizielle Genehmigung, Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten am Renard-Standort bis zum 23. Juni 2028 aufzuschieben.

Mit diesem behördlichen Schritt wurde die letzte formelle Bedingung erfüllt, um die Optionsgebühr in Höhe von 12 Millionen Kanadischen Dollar freizugeben.

Der zuständige Sachwalter überweist diesen Betrag vereinbarungsgemäß an die gesicherten Gläubiger. Li-FT Power sichert sich dadurch das Recht, die Liegenschaft über eine Option weiterhin zu erwerben. Der Vollzug einer solchen Akquisition bleibt jedoch an weitere Bedingungen geknüpft: Notwendig sind unter anderem die Ausarbeitung von Machbarkeitsstudien, endgültige vertragliche Vereinbarungen sowie die gerichtliche und regulatorische Zustimmung.

Laufende Kosten für den Standortbetrieb

Parallel dazu schoss Li-FT Power 18 Millionen Kanadische Dollar vor, um die laufende Instandhaltung und Überwachung des Renard-Geländes zu finanzieren. Die Kosten für diese Verwahrung und den Erhalt des Standorts belaufen sich nach Angaben des Unternehmens auf geschätzte 18 Millionen Kanadische Dollar pro Jahr. Zusätzlich wurden mindestens 1,4 Millionen US-Dollar für Maßnahmen zur Stärkung der Investorenpräsenz bereitgestellt.

Die finanzielle Belastung durch die Instandhaltung trifft auf einen Markt, der von Zurückhaltung gegenüber Rohstoffentwicklern geprägt bleibt. Solange sich die Preise für Batteriemetalle nicht nachhaltig stabilisieren, bestimmen vor allem übergeordnete Marktrisiken und die Absicherung der Liquidität die Wahrnehmung von Entwicklungsgesellschaften an den Börsen.

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