LION E-Mobility Aktie: CEO-Wechsel steht an
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 22:06 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Chef geht, die Produktionslinie soll bis dahin stehen. LION E-Mobility hat am Donnerstagabend angekündigt, dass CEO Dr. Joachim Damasky Ende Januar 2027 in den Ruhestand tritt. Die Aktie notierte zum Zeitpunkt der Meldung bei 1,56 Euro und lag rund 7,6 Prozent im Plus.
Geordneter Übergang bis Januar
Damasky scheidet zum 31. Januar 2027 auch aus dem Verwaltungsrat aus. Bis dahin bleibt er im Amt, danach steht er dem Unternehmen als Berater zur Verfügung. Das operative Geschäft führt künftig ein neuer Geschäftsführer der deutschen Töchter LION Smart und LION Smart Production. Dessen Name soll in Kürze folgen.
Der Verwaltungsrat betont, der Abgang erfolge im Einvernehmen. Präsident Ian Mukherjee würdigte Damaskys Rolle bei der Restrukturierung und bei der Serienreife der ersten eigenen Batterie.
Was Damasky hinterlässt
In seiner dreijährigen Amtszeit entwickelte und modernisierte LION die NMC+-Batterieplattform. Nach dem Umbau des Werks lief die Produktion Ende Juni 2026 wieder an, die Batteriepakete gehen inzwischen an Kunden. Bis zu Damaskys Ausscheiden soll die Linie vollständig automatisiert sein.
Die Restrukturierung gilt als abgeschlossen. 2025 stieg der Umsatz um 68 Prozent auf 28,3 Millionen Euro, das EBITDA erreichte 7,5 Millionen Euro.
Parallel dazu baut LION das Geschäft mit Batteriespeichern aus. Die erste Bauphase des Projekts in Finsterwalde ist abgeschlossen, die Pipeline wächst nach Unternehmensangaben weiter. Ziel ist, führender Systemintegrator für Batteriesysteme in Deutschland und Europa zu werden. Zu den nächsten Prioritäten zählen eine stärkere Lieferkette und ein breiterer Kundenstamm.
Kursbild und nächster Termin
Die Kursreaktion fiel zunächst positiv aus. Mittelfristig ist das Bild gemischt: Auf Sicht von drei Monaten steht ein Minus von knapp 33 Prozent zu Buche, auf Fünf-Tages-Sicht rund 16 Prozent weniger. Ein Führungswechsel in der Phase der Automatisierung dürfte Marktbeobachter vor allem mit Blick auf die Umsetzung beschäftigen.
Konkrete Hinweise darauf gibt es am 11. November 2026. Dann legt LION die Zahlen zum dritten Quartal vor. Bis dahin dürfte auch der Nachfolger an der Spitze der deutschen Tochtergesellschaften bekannt sein.
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