Lockheed Martin Aktie: Schweden kauft HIMARS für 729 Millionen
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 02:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Lockheed Martin verzeichnete am gestrigen Dienstag einen Kursanstieg von 2,3 Prozent und schloss bei 462,00 Euro. Maßgeblich getrieben wurde diese Entwicklung durch einen bedeutenden Exportauftrag aus Schweden sowie eine optimistische Einschätzung der Schweizer Großbank UBS.
Der Rüstungskonzern festigt damit seine Rolle als zentraler Ausrüster für NATO-Partner und profitiert von der weltweit steigenden Nachfrage nach modernen Verteidigungssystemen.
Schwedischer HIMARS-Deal stärkt Marktposition
Am Montag wurde bekannt, dass sich Schweden für den Erwerb des Raketenartilleriesystems HIMARS entschieden hat. Laut Reuters umfasst das Geschäft ein Volumen von rund sieben Milliarden schwedischen Kronen, was etwa 728,8 Millionen US-Dollar entspricht. Die ersten Auslieferungen der mobilen Raketenwerfer sind für das Jahr 2027 geplant.
Besonders relevant für die langfristige Zusammenarbeit ist die industrielle Einbindung: Die benötigte Munition soll künftig in Schweden produziert werden. Hierzu wird das schwedische Verteidigungsunternehmen Saab eng mit Lockheed Martin kooperieren.
Parallel zu diesem Großprojekt meldete das Unternehmen am 3. September den Erhalt von drei neuen Verträgen der US Navy im Gesamtwert von 41,8 Millionen US-Dollar. Diese umfassen unter anderem die technische Unterstützung des Aegis-Systems sowie elektronische Kampfführungssysteme für U-Boote.
UBS sieht erhebliches Aufwärtspotenzial
Die Analysten von UBS reagierten am gestrigen Dienstag mit einer deutlichen Hochstufung auf die Auftragslage und die Marktstellung des Konzerns. Das Haus hob die Einstufung für die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ an und korrigierte das Kursziel von 581 auf 674 US-Dollar nach oben.
Zur Begründung verwies die Bank auf ein substanzielles Wachstumspotenzial im Bereich der Raketensysteme, das über den aktuellen Markterwartungen liege. Bereits am 7. August hatte Bernstein das Kursziel leicht auf 629 US-Dollar angepasst, stufte das Papier jedoch mit „Market Perform“ ein.
Solide Quartalszahlen und attraktive Dividende
Die operative Dynamik zeigte sich bereits am 1. September bei der Vorlage der Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Lockheed Martin erwirtschaftete einen Umsatz von 20,06 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Gewinn je Aktie (EPS) belief sich auf 7,94 US-Dollar.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Management zuversichtlich und gab eine EPS-Prognose in der Spanne von 29,95 bis 30,65 US-Dollar ab. Damit setzt das Unternehmen seinen Wachstumskurs fort, der sich auch im bisherigen Jahresverlauf widerspiegelt: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 11 Prozent.
Aktionäre werden zudem durch eine Quartalsdividende von 3,45 US-Dollar je Aktie am Unternehmenserfolg beteiligt, die am 25. September zur Auszahlung kommt.
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